Herbold Meckesheim präsentiert Recycling-Schwerpunkte auf Fakuma

Auf der kommenden Fakuma vom 17. bis 21. Oktober zeigt das Unternehmen in Halle A6, Stand 6511, einen Querschnitt durch sein Portfolio.
Teppichabfälle KFZ Innenraumauskleidungen

Ein Schwerpunkt liegt Unternehmensangaben zufolge in Anlagen mit höheren Leistungen, das sind zum Beispiel über 3 Tonnen pro Stunde Hartkunststoffe oder über eine Tonne pro Stunde Folien, die erst in neuerer Zeit stärker nachgefragt werden. Ein anderer Schwerpunkt liege bei sehr dünnen Folien, die schwer zu waschen, zu trennen und zu trocknen sind. Ein dritter Schwerpunkt liege bei extremen Verschmutzungen, wie Sand, Steine und Erden in Landwirtschaftsfolien oder Säureresten in Batteriekästen. Als weiteren Schwerpunkt nennt Herbold Meckesheim die energiesparende Aufbereitung von PET-Flaschen für Bottle-to-Bottle-Anwendungen. Ein weiterer Schwerpunkt liege in der großen Erfahrung und dem breiten Lieferprogramm zur Umgestaltung, Aufrüstung, Modernisierung, Überholung existierender Waschanlagen, die an ihre Grenzen stoßen.

Kompaktierung von PET-Teppichabfällen

Beim Herstellen von textilen Innenraumauskleidungen für Kraftfahrzeuge fallen Produktionsabfälle in Form von Randbeschnitten und Fehlteilen an. Die Abfälle sind ein hochwertiges Material (in der Regel PET) und sehr voluminös. Das Unternehmen habe für die Aufbereitung dieser Abfälle ein schlüsselfertiges Recycling-Konzept an einen führenden internationalen Automobilzulieferer geliefert.

Die Boxen, die für den Transport des Abfalls von der Produktionsanlage zur Recyclinganlage dienen, werden automatisch entleert und in mit einer speziellen Schneidmühle vorzerkleinert, heißt es weiter. Diese Herbold-Schneidmühle der Baureihe HB könne einen gesamten Boxeninhalt aufnehmen, mit einem hydraulischen Vorschubsystem werde das Material portionsweise und lastabhängig gesteuert dem Rotor der Mühle zugeführt.

Nach der Zerkleinerung werde das auf circa 20 bis 25 Millimeter  zerkleinerte Material, das in diesem Zustand sehr wattig und aufgewollt ist, einem Herbold-Plastkompaktor zugeführt. Dort werde zwischen zwei geriffelten, mit Knetleisten versehenen Scheiben das Material angesintert und mit einer Nachschneidmühle auf die endgültige Korngröße gebracht. Durch diesen Kompaktierprozess soll das Schüttgewicht von circa 30 g/l auf etwa 300 g/l  erhöht werden, die Rieselfähigkeit erlaube die Rückführung direkt in den Produktionsprozess. Durch die besonders schonende Aufbereitung, mit minimalem IV-Abbau, könne das Material ohne Einschränkungen wieder der Neuware zugeführt werden.

Verschleißschutz und Stäube

Darüber hinaus biete das Unternehmen für abrasive Materialien, zum Beispiel glasfaserverstärkte Kunststoffe, verschleißgeschützte Rotore und Rotorgrundkörper an, die mit auswechselbaren Verschleißteilen ausgestattet sind.

PET-Staub vor und nach der Kompaktierung mit dem Herbold-Plastkompaktor

In vielen Verarbeitungsprozessen fallen Stäube und Feinanteile an, die vielfach verbrannt würden. Herbold Meckesheim will auf der Fakuma einen anderen Lösungsansatz vorstellen. So könne das Material im Herbold-Plastkompaktor angesintert und zu Agglomerat mit hohem Schüttgewicht und guter Rieselfähigkeit verarbeitet werden. Die Verarbeitung des Aufgabematerials erfolge im Durchlaufbetrieb zwischen einer rotierenden und einer feststehenden Verdichterscheibe, die mit geschraubten, auswechselbaren Knetleisten besetzt sind. Das vorzerkleinerte Material werde kontinuierlich aus einem Puffersilo mithilfe einer stufenlos verstellbaren Zuführschnecke durch das Zentrum der feststehenden Scheibe hindurch in die Arbeitszone gefördert. Durch die Friktion (Reibung) an und zwischen den Verdichterscheiben, deren Abstand regelbar ist, wird das Material rasch erwärmt, abgeschleudert und vom Luftstrom des nachgeschalteten Zentral- gebläses der Nachschneidemühle zugeführt, so das Unternehmen. Da das Aufgabematerial die Verdichterzone in Sekundenschnelle verlässt, sei die thermische Belastung des Materials im Gegensatz zu einem Extruder minimal.

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