Behördliche Diskriminierung ist nicht der richtige Weg

Da Papierrecycler unter extremen wirtschaftlichen und regulatorischen Druck bleiben, "gibt es keinen Raum für eine weitere Verschlechterung", warnte Reinhold Schmidt, Präsident der Altpapier-Sparte des BIR, in Berlin.
Joujou, pixelio.de

In Deutschland seien die Ausschreibungsbedingungen für die kommunale Verträge oft negativ für private Recyclingfirmen , was zu einer behördlichen Diskriminierung beiträgt, die einen fairen Wettbewerb behindere. „Das kann und darf nicht der Weg sein“, betonte Schmidt.

Einer von zahlreichen wichtigen Markttrends, die Schmidt identifizierte, ist der anhaltende Rückgang von graphischen Papieren. Dies konnte auch Francisco Donoso (Alba Servicios Verdes, Spanien) bestätigen. Nach dem Kauf von Holmen Paper Madrid durch International Paper würden die Maschinen in der zweiten Hälfte des kommenden Jahres auf die Verpackungsproduktion umgestellt. Dies würde eine zusätzliche jährliche Nachfrage von etwa 400.000 Tonnen nach OCC-Qualitäten bedeuten.

Gastredner Bill Moore (Moore & Associates) erklärte, dass alleine in den letzten zwei Jahren in den USA die Umwandlung von Zeitungsdruck zur Herstellung von Wellpappenrohpapier etwa 2 Millionen Tonnen betragen habe. Dieser Trend werde sich fortsetzen. Die jährliche Zeitungsproduktion in den USA und Kanada sei von etwa 14 Millionen Tonnen im Jahr 2002 auf unter 6 Millionen Tonnen gesunken, so Moore.

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