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Langfristige Wärmelieferung aus MHKW

Die Stadtwerke Pirmasens Versorgungs GmbH und die EEW Energy from Waste Saarbrücken GmbH haben einen langfristigen Wärmeliefervertrag zur Versorgung der Stadt Pirmasens mit Fernwärme geschlossen.
Langfristige Wärmelieferung aus MHKW
Copyright: Stadtwerke Pirmasens
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Die Vereinbarung sichert die kontinuierliche Abnahme der im Müllheizkraftwerk Pirmasens erzeugten Wärme und schafft damit eine verlässliche Grundlage für die bestehende und zukünftige Fernwärmeversorgung in der Kommune.

Der Vertrag wurde bereits am 19. Dezember 2025 abgeschlossen und mit der aktuellen Unterzeichnung formal bestätigt. Er ist langfristig angelegt und enthält eine Verlängerungsoption. Damit wird sowohl für den Anlagenbetrieb als auch für die kommunale Wärmeplanung eine hohe Planungssicherheit erreicht.

Für den Betreiber des Müllheizkraftwerks bedeutet die vertraglich gesicherte Wärmenutzung eine verbesserte Auslastung der Anlage und eine Steigerung des Gesamtwirkungsgrads. Die kontinuierliche Abnahme der Wärme ermöglicht eine gezielte Nutzung der anfallenden Abwärme. Zusätzlich wurde die Energieeffizienz des Standorts durch die Erneuerung der Turbine erhöht. Die jährliche Stromerzeugung des Müllheizkraftwerks liegt dadurch bei über 110.000 Megawattstunden. Die Wärmenutzung hat dabei Vorrang vor der Stromproduktion; elektrische Energie wird erst erzeugt, wenn der Bedarf der Fernwärmekunden gedeckt ist.

Die optimierte Betriebsweise führt zu einer Reduzierung der CO₂-Emissionen von rund 10.000 Tonnen pro Jahr. Die Vereinbarung ist damit ein wesentlicher Bestandteil zur besseren energetischen Nutzung von Abfällen und zur Weiterentwicklung des Anlagenstandorts.

Auch für die Stadtwerke Pirmasens stellt der Wärmeliefervertrag einen zentralen Baustein für die zukünftige Ausrichtung der Wärmeversorgung dar. Die langfristige Absicherung der Wärmemengen ermöglicht es, Fernwärme als verlässliche Versorgungsoption weiterzuentwickeln und Kunden eine planbare Wärmeversorgung anzubieten. Der Vertrag berücksichtigt dabei bestehende rechtliche Rahmenbedingungen und lässt Anpassungen an zukünftige gesetzliche Vorgaben zu.

Die aus dem Müllheizkraftwerk bereitgestellte Fernwärme wird im Sinne des Wärmeplanungsgesetzes als klimaverträgliche Wärme eingeordnet. Für Anschlussnehmer erfüllt die Nutzung der Fernwärme damit die gesetzlichen Anforderungen an eine nachhaltige Wärmeversorgung.

Im Kontext der kommunalen Wärmeplanung eröffnet die Vereinbarung zusätzliche Entwicklungsmöglichkeiten. Der Ausbau und die Verdichtung des Fernwärmenetzes, insbesondere in neuen Quartieren, können durch zusätzliche Wärmemengen aus dem Müllheizkraftwerk unterstützt werden. Technisch besteht die Möglichkeit, die Wärmeauskopplung der Anlage weiter zu erhöhen.

Vor dem Hintergrund der langfristigen Zielsetzung einer vollständig klimaneutralen Wärmeversorgung bis 2045 schafft der Vertrag eine belastbare Grundlage für eine schrittweise Transformation. Perspektivisch können weitere Technologien und Wärmequellen in das Versorgungssystem integriert werden, um die Wärmeversorgung weiter zu diversifizieren.

Quelle: Stadtwerke Pirmasens
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