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Windelrecycling aus Produktionsabfällen

Am Kunststoff-Zentrum SKZ wird ein Verfahren zur Aufbereitung von Produktionsabfällen aus der Windelherstellung entwickelt. Ziel ist es, bislang thermisch verwertete Reststoffe stofflich zu nutzen und dem Rohstoffkreislauf wieder zuzuführen. Im Fokus stehen dabei Zellulose, Kunststoffe und Superabsorber, die bislang als nicht recycelbar gelten.
Windelrecycling aus Produktionsabfällen
Das LaMa Recycling Projektteam führt am SKZ ein innovatives Forschungsvorhaben zur Entwicklung eines neuartigen Recyclingprozesses im Rahmen des Förderprogramms „EXIST-Forschungstransfer“ (von links): Stefan Zuljevic, Dr. Lars Helmlinger, Dr. Marieluise Lang und Thomas Wolz. Copyright: SKZ
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Rückgewinnung bisher ungenutzter Stoffströme

Das Projekt wird von dem Unternehmen LaMa Recycling Technologies umgesetzt. Im Zentrum der Arbeiten steht die Entwicklung eines industriell einsetzbaren Prozesses zur Trennung und Aufbereitung komplexer Materialverbunde aus der Kunststoffverarbeitung. Dazu zählen insbesondere Polyolefingemische und Produktionsreste, die bislang vollständig verbrannt werden.

Durch die stoffliche Verwertung dieser Abfälle sollen Materialverluste reduziert und die CO₂-Bilanz verbessert werden. Ein Schwerpunkt liegt auf Produktionsausschüssen aus der Windelherstellung, die aufgrund ihrer Materialzusammensetzung bisher nicht wirtschaftlich recycelt werden konnten.

Superabsorber als technische Herausforderung

Eine zentrale Herausforderung stellen Superabsorber dar. Diese hochsaugfähigen Polymere sind wesentlicher Bestandteil von Windeln und erschweren aufgrund ihrer chemischen Eigenschaften die Trennung und Aufbereitung der Materialien. Das Verfahren zielt darauf ab, auch diese Stoffe in einen verwertbaren Zustand zu überführen.

Skalierung für industrielle Anwendung

Seit September 2025 wird an der technischen Skalierung gearbeitet. Ziel ist ein stabiler Prozess mit einer Verarbeitungskapazität von mindestens 500 Kilogramm pro Stunde. Damit soll die Grundlage für eine industrielle Nutzung geschaffen werden.

Das Projekt wird durch das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie im Zeitraum vom 1. Juni 2025 bis zum 31. Mai 2027 gefördert. Die Arbeiten am SKZ umfassen neben der Verfahrensentwicklung auch die Überführung der Ergebnisse in industrielle Anwendungen.

Quelle: SKZ
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