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Projekt SäureWert: Säurerückgewinnung für die Industrie

Das Forschungsprojekt „SäureWert“ zielt auf die Säurerückgewinnung in der metallverarbeitenden und chemischen Industrie. Durch die Rückführung von Prozesssäuren und die Abtrennung von Wertstoffen soll der Einsatz von Primärrohstoffen reduziert und die Entstehung gefährlicher Abfälle verringert werden. An dem Vorhaben sind das Fraunhofer UMSICHT sowie die FNE Entsorgungsdienste Freiberg GmbH beteiligt.
SäureWert Säurerückgewinnung
Zurückgewonnene Prozessströme wie Salz- und Schwefelsäure, Wertstoffe wie Chromnitrat oder Kupfersulfat. Copyright: Fraunhofer Umsicht/AI-generated
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Bedeutung industrieller Säuren

Säuren zählen zu den zentralen Betriebsmitteln der produzierenden Industrie und werden insbesondere in der Metallbearbeitung eingesetzt, etwa bei Beizprozessen zur Verbesserung der Oberflächenqualität. In Deutschland wurden im Jahr 2023 rund 2,83 Millionen Tonnen Schwefelsäure und 1,53 Millionen Tonnen Salzsäure produziert. Nach der Nutzung fallen diese Medien als belastete Abfallsäuren an. Sie müssen neutralisiert und entsorgt werden, wobei Schlämme und weitere gefährliche Abfälle entstehen. Gleichzeitig gehen darin enthaltene Metalle und weitere Rohstoffe verloren.

Membranverfahren zur Stofftrennung

Im Projekt „SäureWert“ wird ein kontinuierliches Verfahren zur Säurerückgewinnung entwickelt, das auf Nanofiltration und anschließender Konzentratbehandlung basiert. Zum Einsatz kommen säurebeständige Membranen, die unter anspruchsvollen Prozessbedingungen stabil bleiben. Die Abfallsäuren werden so behandelt, dass gelöste Wertstoffe gezielt zurückgehalten werden, während die gereinigte Säure wiederverwendbar ist. Durch die Steuerung der Verweilzeit innerhalb der Anlage wird die Bildung von Kristallen reduziert und damit das Risiko von Verblockungen minimiert.

Rückführung von Säuren und Rohstoffen

Das Verfahren ermöglicht die Rückführung von Säuren in den Produktionsprozess sowie die Abtrennung von Rohstoffen, die über nachgelagerte Schritte wie Kristallisation oder Fällung gewonnen werden. Damit werden Stoffkreisläufe geschlossen und Rohstoffverluste reduziert.

Pilotierung und industrielle Anwendung

Das Projekt ist auf zwei Jahre angelegt. In der ersten Phase werden geeignete Membranen getestet und Prozessparameter definiert. Anschließend ist der Aufbau und Betrieb einer Pilotanlage am Standort Freiberg vorgesehen. Parallel werden Anwendungsfelder analysiert und potenzielle Einsatzmöglichkeiten in der Industrie geprüft.

Quelle: Fraunhofer Umsicht
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