Die Systeme erfassen und analysieren Abfallströme bei der Anlieferung sowie im Anlagenbetrieb. Auf dieser Basis lassen sich Heizwerte bestimmen, Materialzusammensetzungen auswerten und betriebliche Abläufe präziser steuern. Die KI-Technologie Abfallwirtschaft unterstützt damit die Planung von Durchsatz, die Bewertung von Inputströmen und die Kontrolle von Emissionen.
Einsatz in europäischen Anlagen
Die neuen Module befinden sich bereits im Einsatz beziehungsweise in der Implementierung bei mehreren Betreibern thermischer Abfallverwertungsanlagen in Europa. Dazu zählen Anlagen in Deutschland, den Niederlanden, Norwegen sowie weiteren europäischen Märkten. Insgesamt werden Abfallströme von mehr als 12 Millionen Tonnen pro Jahr in über 30 Anlagen erfasst.
Mit der Erweiterung bestehender Systeme zur Objekterkennung werden zusätzliche Datenpunkte generiert, die eine differenzierte Analyse der angelieferten Abfälle ermöglichen. Dies schafft die Grundlage für eine weitergehende Integration datenbasierter Steuerungsansätze im Anlagenbetrieb.
Kompositionsanalyse schafft Transparenz
Die Kompositionsanalyse ermöglicht eine differenzierte Bewertung einzelner Anlieferungen. Bilddaten werden zu einer einheitlichen Analyse pro Lieferung zusammengeführt und mit Informationen zu Materialanteilen, Heizwerten und emissionsrelevanten Parametern verknüpft. Durch die Zuordnung zu einzelnen Lieferanten entsteht eine belastbare Datengrundlage für die Bewertung von Abfallqualitäten.
Diese Transparenz erlaubt es Betreibern, die Zusammensetzung der Inputströme gezielt zu steuern. Gleichzeitig lassen sich vertragliche Vereinbarungen hinsichtlich Heizwerten und Materialeigenschaften überprüfen. Die KI-Technologie Abfallwirtschaft unterstützt damit auch die Entwicklung qualitätsabhängiger Preismodelle.
Bunkermanagement stabilisiert Prozesse
Das Modul für Bunkermanagement fokussiert auf die innerbetriebliche Steuerung der Abfallströme. Durch die kontinuierliche Analyse des Bunkerzustands werden Empfehlungen für die Durchmischung und Kranführung abgeleitet. Ziel ist eine gleichmäßige Brennstoffzusammensetzung und ein stabiler Verbrennungsprozess.
Schwankende Heizwerte und inhomogene Mischungen im Bunker zählen zu den wesentlichen Ursachen für ineffiziente Anlagenprozesse. Die datenbasierte Steuerung trägt dazu bei, Durchsatzschwankungen zu reduzieren und den Einsatz von Betriebsmitteln zu optimieren.
Regulatorische Anforderungen erhöhen Datenbedarf
Die zunehmenden regulatorischen Anforderungen in der Abfallwirtschaft verstärken den Bedarf an präzisen Daten zur Zusammensetzung von Abfallströmen. Vorgaben auf europäischer und nationaler Ebene, etwa im Kontext von Emissionshandel und Abfallverordnungen, erfordern eine detaillierte Nachweisführung über Inputqualitäten.
Die KI-Technologie Abfallwirtschaft bietet hierfür eine Grundlage, indem sie kontinuierlich Daten erhebt und auswertet. Dies ermöglicht eine verbesserte Dokumentation und unterstützt Betreiber bei der Anpassung an regulatorische Rahmenbedingungen.
Digitalisierung des Anlagenbetriebs
Mit der Integration der neuen Module entwickelt sich der Anlagenbetrieb in Richtung datenbasierter Steuerung. Die kontinuierliche Analyse von Materialströmen, Heizwerten und Prozessparametern bildet die Grundlage für eine weitergehende Digitalisierung thermischer Abfallverwertungsanlagen.
Wasteer hat seine Systeme in den vergangenen Jahren in verschiedenen Anlagen implementiert und dabei umfangreiche Bilddaten ausgewertet. Die Erweiterung um Kompositionsanalyse und Bunkermanagement ergänzt diese Anwendungen um zusätzliche Funktionen zur Prozessoptimierung und wirtschaftlichen Steuerung.







