Mura Technology und Dow planen Recyclinganlage in Deutschland

Mura Technology plant den Bau einer neuen Anlage am Dow-Standort Böhlen in Deutschland.
Bild: Mura Technology

Die Anlage soll über eine Kapazität von 120.000 Tonnen pro Jahr verfügen. Es wird erwartet, dass die Anlage 2025 voll betriebsbereit ist. Eine endgültige Investitionsentscheidung für das Projekt soll bis Ende 2023 getroffen werden. Es sind zudem weitere Anlagen in Europa und den USA geplant. Bis 2030 sollen so 600.000 Tonnen Jahreskapazität für das chemische Recycling geschaffen werden. 

Dow möchte durch Co-location die Kosten für den Ausbau des chemischen Recyclings deutlich senken. Durch die Ansiedlung von Muras Anlagen an Dow-Standorten sollen zudem CO₂-Emissionen reduziert werden. Der Transport wird minimiert und das Gas aus dem Recyclingprozess kann direkt wieder in Kunststoffe umgewandelt werden. So werde auch sichergestellt, dass keine Nebenprodukte verloren gehen.

Das Recyclingverfahren HydroPRS (Hydrothermal Plastic Recycling Solution) von Mura verwendet überkritischen Wasserstoff. Damit sollen die meisten Kunststoffarten wieder in ihre ursprünglichen Öle und Chemikalien umgewandelt werden. Es sollen auch flexible und mehrschichtige Kunststoffe behandelt werden können, die bisher als nicht recycelbar galten. Das Output-Material soll auch für Verpackungen mit Lebensmittelkontakt genutzt werden können.

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