Veolia und EEW verwerten Braunschweiger Klärschlamm

Nach einem europaweiten Ausschreibungsverfahren hat der Abwasserverband Braunschweig (AVB) die Veolia-Tochter TVF Waste Solutions GmbH und EEW Energy from Waste (EEW) mit der Entsorgung seiner Klärschlämme beauftragt.
Klaerschlamm, Dieter Schuetz, Pixelio.de
Dieter Schuetz, Pixelio.de

Von 2021 bis 2030 werden TVF und EEW jährlich bis zu 16.000 Tonnen Klärschlamm aus Braunschweig entsorgen und in der zukünftigen Monoverbrennungsanlage von EEW in Helmstedt verwerten.
„Der langfristige Vertrag sichert die umweltfreundliche und zugleich wirtschaftliche Verwertung des Braunschweiger Klärschlamms in der Region“, sagt Veolia- und TVF-Geschäftsführer Laurent Hequet. „Die Lösung ist für den Abwasserverband Braunschweig wesentlich günstiger und risikoärmer als eine Investition in eine eigene Verwertungsanlage.“

Veolia hatte bereits die Ausschreibung 2017 gewonnen und entsorgt seitdem Klärschlämme für den AVB. Neben ihrer Erfahrung mit dem Transport und der thermischen Verwertung von Klärschlämmen verfügen Veolia und EEW auch über das Know-how für die Rückgewinnung von Phosphor aus der Klärschlammasche.

„Mit der Kooperation bieten Veolia und EEW den Kommunen, die die Klärschlämme nicht mehr landwirtschaftlich verwerten dürfen, einen nachhaltigen Entsorgungsweg“, sagt Bernard M. Kemper, Vorsitzender der Geschäftsführung der EEW-Gruppe. Die EEW-Gruppe blicke auf eine mehr als 40jährige Erfahrung in der thermischen Abfallverwertung zurück und verfüge über das notwendige Know-how, auch den Abfall der kommunalen Abwasserbehandlung sicher, schadlos und ressourcenschonend zu verwerten, so Kemper.

Die Klärschlamm-Monoverbrennung bei EEW bietet einen weiteren nachhaltigen Verwertungsweg bis über 2030 hinaus. Die auf eine Kapazität von 160.000 Klärschlamm-Originalsubstanz ausgelegte Anlage wird die erste im Land Niedersachsen sein und etwa 20 Prozent des dort anfallenden Klärschlamms verwerten können. Bei der energetischen Verwertung entsteht Asche, aus der in einem nachgelagerten Verfahren mindestens 80 Prozent des darin gebundenen Phosphors zurückgewonnen und wieder zu hochwertigem Dünger verarbeitet werden kann. Bis zur Inbetriebnahme der neuen Monoverbrennungsanlage im Jahr 2021 in Helmstedt, werden die Klärschlämme in der Mitverbrennung verwertet.

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