Digitalisierung zentrales Thema bei der BDSV

Leitthema der Jahrestagung der Bundesvereinigung Deutscher Stahlrecycling- und Entsorgungsunternehmen e. V. (BDSV), die vom 21. bis 22. November 2018 in Stuttgart stattfand, war das Thema Digitalisierung der Stahlrecyclingbranche und des Verbands.
Jürgen Nießen, pixelio.de

In Foren und Gastvorträgen konnten sich die Mitglieder über die neuesten Trends im Bereich der Digitalisierung, aber auch innovativer Unternehmensführung sowie Gütertransportkonzepte der Zukunft informieren. Darüber hinaus präsentierte die Führung des neuen BDSV Fachausschusses Digitalisierung eine Roadmap für eine neue interne digitale Mitgliederkommunikation.

Im Forum I präsentierten Dr. Peter Schwab und Dr. Stefan Punz von der voestalpine AG in ihrem Vortrag „Vorne ist immer Platz! Vom Fast Follower zum Innovationsführer“, wie es Unternehmen durch Innovationen an die Spitze schaffen und wie sie diese Position halten. Dabei zeigten die Redner anschaulich auf, wie herkömmliche Managementprinzipien die Entwicklung von Unternehmen eher behindern. Nur ein radikales Umdenken der Unternehmensführung sowie der Belegschaft könnten dauerhafte Erfolge in sich schnell ändernden Marktlagen sichern.

In Forum II berichteten die neue Vorsitzende des BDSV Fachausschusses Digitalisierung, Annette Gartner, sowie ihr Stellvertreter Jens Tadick über den aktuellen Stand im Bereich der Digitalisierung des Verbands. So ist inzwischen auch der interne Mitgliederbereich im neuen Design gestaltet. Im Mittelpunkt des Berichts stand jedoch das Projekt Umgestaltung des internen Mitgliederbereich in ein „digitales Mitmach-Forum“.

In seinem Gastvortrag berichtete Stefan Buchner, Leiter Mercedes Benz Lkw, über die Zukunft des Güterverkehrs. Stefan Buchner führte aus, dass für sein Unternehmen die Reduzierung der CO2-Emissionen höchste Priorität habe. Hierfür werden zukünftig verstärkt leistungsfähige Elektro- und Gas betriebene Trucks entwickelt. Zudem werden zahlreiche Sicherheits- und Effizienzmaßnahmen implementiert – letztlich auch, um den Beruf des Kraftfahrers wieder attraktiver zu machen.

Zum Abschluss des Tagesprogramms stellte sich Andreas Schwenter den Fragen der Moderatorin Petra Bindl. Schwenter unterstrich nochmals die Notwendigkeit, dass sich die Stahlrecyclingbranche mit innovativen Ideen und Konzepten den Anforderungen der Zukunft stellen müsse. Dies, so Schwenter, sei nicht nur im Bereich der Digitalisierung der Branche und des Verbands, sondern auch im Umgang mit neuen Werkstoffen, der Transportlogistik von Stahlschrott sowie im Bereich der Angebotes für die Fort- und Weiterbildung von Beschäftigten der Stahlrecyclingbranche im von der BDSV neu aus der Taufe gehobenen Institut für Schrott und Metallhandel (ISM) dringend notwendig. Der Verband werde weiter auf allen Gebieten „Gas geben“, kündigte Schwenter an.

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