ASA zum Internationalen Tag der Umwelt

Anlässlich des Weltumwelttages möchte die ASA in erster Linie an das Bewusstsein und Engagement aller Verbraucherinnen und Verbraucher appellieren, mit Ressourcen verantwortungsvoll umzugehen und negative Umweltfolgen auf Dauer zu vermeiden.
Kreislaufwirtschaft
Recycling

„Ein Spagat, den es zu meistern gilt, denn es wird nicht immer möglich sein, Abfall zu vermeiden – so wie es die 5-stufige Abfallhierarchie als primäres Ziel vorgibt, so Katrin Büscher, Geschäftsführerin der Arbeitsgemeinschaft Stoffspezifische Abfallbehandlung (ASA e. V.). Für diesen Fall schreibt das Gesetz aber vor, welchen Weg der Abfall nehmen soll“, so die ASA-Vertreterin weiter. „Mit Unterstützung der mechanisch-biologischen Abfallbehandlungstechnologie können in spezifischen Aufbereitungsprozessen Materialströme gewonnen werden, die dem Recycling oder einer hochwertigen energetischen Verwertung zur Verfügung stehen. Natürliche Ressourcen werden geschont und gewonnene Rohstoffe dem Stoffkreislauf wieder zugeführt“, hält sie weiter fest. „Damit greifen wir mit unserer Technologie nicht nur den Gedanken des Weltumwelttages auf, sondern leisten auch nachhaltig einen Beitrag zum Klima- und Ressourcenschutz!“, erklärt Büscher, die sich auf EU-, Bundes- und Landesebene für die Kreislaufwirtschaft einsetzt.

Der Internationale Tag der Umwelt wurde offiziell vom United Nations Environment Programme (UNEP, Umweltprogramm der Vereinten Nationen) am 5. Juni 1972 in Stockholm ausgerufen. Seitdem beteiligen sich weltweit jährlich ungefähr 150 Staaten an dem „World Environment Day“, der das Bewusstsein dafür stärken soll, dass es vor allem der Mensch selbst ist, der die Vielfalt und Stabilität der Umwelt bedroht. Das Thema des diesjährigen Weltumwelttags 2018 „Beat Plastic Pollution“ wurde vom diesjährigen Gastgeber, Indien, ins Leben gerufen und lädt dazu ein, darüber nachzudenken, wie der Alltag verändert werden kann, um die hohe Belastung durch Plastikverschmutzung an unseren natürlichen Plätzen, unserer Tierwelt und unserer Gesundheit zu reduzieren.

Jüngst hatte die EU das wichtige Thema aufgegriffen und ihre zukünftigen Pläne zur Vermeidung von Einweg-Plastikgeschirr-, besteck und Strohhalmen vorgestellt.

Das, was einst mit dem Tetra Pak begann und zu einer internationalen Evaluation geführt hat, wird nun überschattet von einem übermäßigen Konsum an Plastiktüten- und –verpackungen, mit denen vor allem Verbraucherinnen und Verbraucher die verlängerte Haltbarkeit von Produkten verbinden. „Dies wird dauerhaft zum Problem, wenn wir nicht rechtzeitig die Reißleine ziehen und Kunststoffe überlegt einsetzen“, so Büscher. Ob biobasierte Kunststoffe die „bessere Alternative“ sind, vermag die Fachfrau nicht festzulegen. Fest steht auf jeden Fall, dass es schon jetzt umweltfreundliche Alternativen gibt, hält Büscher weiter fest.

„Auch wenn die Länder alle an einem Strang ziehen müssen, so sehen wir vor allem auf nationaler Ebene die Bundesregierung in der Pflicht, die Umweltbilanzen zu verbessern, indem die nationale Nachhaltigkeitsstrategie alle Ressorts in die Pflicht nimmt“, so die Geschäftsführerin ergänzend. „Auf Worte müssen Taten folgen! Es reicht nicht, diverse Aktionsprogramme und Strategien zu verabschieden, wenn sie nicht umgesetzt und mit Leben gefüllt werden“, so Büscher entschieden.

„Deutschland ist in vielen Bereichen, u.a. der Kreislaufwirtschaft, schon Branchenführer für Klima- und Umweltschutz – dies soll auch so bleiben. Dafür brauchen wir aber neben erreichbaren Zielen, auch stringente Vorgaben und einen politischen Willen, dies nachhaltig durchzusetzen“, bestärkt Katrin Büscher weiter.

„Durch die knappen Ressourcen unserer Rohstoffe auf der Welt müssen wir uns jeden Tag vor Augen halten, dass wir mit diesen sorgsam umgehen und Rohstoffe so effizient wie möglich nutzen“. „Wir müssen Potentiale nutzen und gute nationale Standards weltweit etablieren“, so Büscher abschließend.

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