Schrottverbrauch weiter steigend

Wie die Wirtschaftsvereinigung Stahl (WV Stahl) in ihrem Lagebericht erläutert, hat die Stahlmengenkonjunktur ihren moderaten Erholungskurs fortgesetzt, der durch die Auftragseingangsentwicklung im abgelaufenen Jahr vorgezeichnet war.
C. Nöhren, pixelio.de

Demnach sei die Rohstahlerzeugung in Deutschland im März um 1,9 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat angewachsen. Die Produktion habe im ersten Quartal 2017 knapp 2 Prozent über der Vorjahresproduktion gelegen. Die schrottbasierte Elektrostahlproduktion habe das Vorjahresergebnis sogar um mehr als 7 Prozent übertroffen. Damit sei der Elektrostahlanteil an der gesamten Produktion im März auf 32,5 Prozent gestiegen. Damit setzt sich laut WV Stahl der Trend des gesamten ersten Quartals fort. In diesem Zeitraum sei der Anstieg der gesamten Rohstahlproduktion von der Elektrostahlherstellung getragen worden. Dementsprechend sei auch der Schrottverbrauch in diesem Zeitraum angestiegen. Insgesamt wurden in ersten Quartal 4,8 Millionen Tonnen eingesetzt.

Die Stahlschrottexporte hätten 2016 um etwa 6 Prozent über den Vorjahreswerten gelegen. Dabei habe sich die Steigerungen über alle wichtigen Zielgebiete verteilt, lediglich der Export nach Frankreich sei um etwa 25 Prozent zurückgegangen. Dieser Trend habe sich auch im Januar fortgesetzt, mit 633.000 Tonnen seien 83.000 Tonnen mehr Stahlschrott exportiert worden als im Januar 2016. Im Vergleich zum Dezember 2016 seien die Exporte allerdings leicht zurückgegangen, was vor allem an geringeren Lieferungen in die restliche EU gelegen habe.

Die wachsenden Schrottexporte sind laut WV Stahl auch der Grund für eine weiterhin bestehende Verknappung auf dem deutschen Altschrott-Markt. Die Schrottpreise seien im April recht volatil gewesen, vor allem aufgrund der unklaren politischen Lage in der Türkei. Im Hinblick auf die gerade beginnende Bausaison sie die Nachfrage nach Betonstahl in Europa, aber auch in den USA und Asien zuletzt leicht angestiegen.

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