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Aluminiumindustrie 2025 weiter unter Druck

Die deutsche Aluminiumindustrie verzeichnet 2025 das vierte Krisenjahr in Folge. Die Auslastung der Produktionskapazitäten sank im Jahresverlauf erneut um bis zu 0,8 Prozentpunkte. Nach den Produktionsdaten des vierten Quartals 2025 liegt das Produktionsniveau im Vergleich zu 2021 nur noch bei 76 bis 88 Prozent.
Aluminiumindustrie 2025 weiter unter Druck
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Damit bleibt der Standort seit vier Jahren ohne Wachstum. Neben der anhaltend schwachen Konjunktur wirken strukturelle Anpassungsprozesse sowie wirtschaftspolitische Rahmenbedingungen belastend. Trotz einer teilweise stabilisierten Entwicklung einzelner Segmente bleibt die Kapazitätsauslastung insgesamt deutlich reduziert. Besonders betroffen ist die mittelständisch geprägte Strangpressindustrie, in der weiterhin erhebliche Unterauslastungen bestehen.

Im Aluminiumrecycling zeigte sich im vierten Quartal 2025 eine rückläufige Entwicklung. Von Oktober bis Dezember produzierten die Unternehmen rund 629.000 Tonnen Aluminium, was einem Minus von drei Prozent entspricht. Die Jahresproduktion 2025 erreichte rund 2,7 Millionen Tonnen und lag damit ein Prozent unter dem Vorjahr sowie etwa 16 Prozent unter dem Niveau von 2021. Belastend wirken insbesondere die schwache Nachfrage aus der Automobilindustrie, der Bauwirtschaft und dem Maschinen- und Anlagenbau. Hinzu kommen eingeschränkte Verfügbarkeiten von Aluminiumschrotten und entsprechende Preissteigerungen am Rohstoffmarkt.

Die Produktion von Aluminiumhalbzeug erreichte im vierten Quartal 2025 rund 518.000 Tonnen und lag damit zwei Prozent über dem Vorjahreswert. Im Gesamtjahr summierte sich die Produktion auf rund 2,3 Millionen Tonnen, was einem Zuwachs von einem Prozent entspricht. Die Herstellung von Walzprodukten betrug 1,8 Millionen Tonnen und lag zwei Prozent über dem Vorjahr, jedoch weiterhin rund zwölf Prozent unter dem Niveau von 2021. Die Produktion von Strangpressprodukten belief sich auf 463.000 Tonnen und verzeichnete einen Rückgang von einem Prozent gegenüber dem Vorjahr. Im Vergleich zu 2021 beträgt das Minus hier rund 24 Prozent.

Die anhaltend niedrige Auslastung spiegelt sowohl die schwache Nachfrage in zentralen Abnehmerbranchen als auch die verschlechterten Wettbewerbsbedingungen am Standort Deutschland wider. Hohe Energiepreise, begrenzte Wirksamkeit von Entlastungsinstrumenten und handelspolitische Regelungen wie der europäische CO₂-Grenzausgleichsmechanismus beeinflussen die Kostenstruktur der Unternehmen. Vor diesem Hintergrund bleibt die Aluminiumindustrie in Deutschland strukturell unter Druck, während eine kurzfristige konjunkturelle Erholung derzeit nicht erkennbar ist.

Quelle: Aluminium Deutschland
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