Ziel ist die Rückgewinnung mineralischer Bestandteile als Sekundärrohstoffe und deren Wiedereinsatz insbesondere im Straßenbau und in der Zementproduktion.
In der Anlage werden Bohrspülungen, Kanalspülgut, Sandfanggut und Restbeton behandelt. Der Aufbereitungsprozess ist auf die Gewinnung mineralischer Fraktionen ausgerichtet, die in definierte Korngrößenklassen von 0 bis 2 Millimeter, 2 bis 8 Millimeter, 8 bis 16 Millimeter sowie größer als 16 Millimeter getrennt werden. Damit entstehen marktfähige Baustofffraktionen mit klarer stofflicher Zuordnung.
Die Aufbereitung erfolgt in einem vierstufigen Verfahren, das sowohl die Feststoffbehandlung als auch die Prozesswasseraufbereitung umfasst. In der ersten Stufe wird das Material über Dosierpuffer, Aufgabebunker oder Aufgabetrichter in die Anlage eingebracht. Systeme mit Pufferfunktion gewährleisten eine kontinuierliche Beschickung und tragen zur gleichbleibenden Qualität der aufbereiteten Mineralik bei.
In der zweiten Stufe erfolgt die nassmechanische Aufbereitung. Das Material wird in einer Waschkammer im Gegenstromprinzip behandelt und durch eine rotierende Spirale durch ein Wasserbad gefördert. Mineralische Bestandteile größer als 250 Mikrometer werden mechanisch abgetrennt, teilentwässert und der weiteren Klassierung zugeführt. Nachgeschaltet werden magnetische Bestandteile separiert. In einer Nassklassieranlage erfolgt anschließend die Trennung in die definierten Kornfraktionen, die über Fördertechnik in Container übergeben werden.
Zur Reduzierung von Feinanteilen im Prozesswasser schließt sich eine Feinteilabscheidung an. Dabei werden mineralische Bestandteile größer als 63 Mikrometer sowie Schwimm- und Störstoffe entfernt. Das verbleibende Wasser wird in Rührwerksbecken homogenisiert und anschließend in Membranfilterpressen behandelt. Durch Zugabe von Fällungs- und Flockungsmitteln werden die enthaltenen Feststoffe abgeschieden und als Filterkuchen ausgetragen.
Die Prozesswasserströme werden entsprechend ihrer Herkunft getrennt geführt, um unterschiedlichen chemisch-physikalischen Eigenschaften Rechnung zu tragen. Nach der Filtration wird das gewonnene Filtrat in einem gemeinsamen Becken gesammelt und im Kreislauf erneut dem Aufbereitungsprozess zugeführt. Damit ist die Anlage auf eine weitgehend geschlossene Wasserführung ausgelegt.
Aus dem Gesamtprozess resultieren sechs Materialströme: vier mineralische Fraktionen in definierten Korngrößen, das gereinigte Filtrat sowie der in den Filterpressen anfallende Filterkuchen. Die mineralischen Fraktionen werden als Ersatzbaustoffe gemäß Ersatzbaustoffverordnung eingesetzt. Das Filtrat dient als Prozesswasser im internen Kreislauf. Für den Filterkuchen werden derzeit weitere Verwertungsoptionen geprüft.







