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Saubermacher und Liofit prüfen E-Bike-Akkus

Saubermacher kooperiert mit der deutschen Liofit GmbH, um ausgediente E-Bike-Akkus systematisch zu prüfen, instand zu setzen oder dem Recycling zuzuführen. Grundlage der Zusammenarbeit ist eine KI-gestützte Diagnose-Software, die per App einen digitalen Qualitätscheck ermöglicht.
Saubermacher und Liofit prüfen E-Bike-Akkus
12.02.2026, AUT, Am Damm, Unterpremstätten, SAUBERMACHER - LIOFIT + SAUBERMACHER, im Bild: ; FOTOCREDIT: ERWIN SCHERIAU
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Ziel ist es, Lithium-Ionen-Akkus möglichst lange im Nutzungskreislauf zu halten und so Ressourcenverbrauch sowie CO₂-Emissionen zu reduzieren. Am Standort Premstätten baut Saubermacher die technische Bewertung und Reparatur von Fahrradakkus weiter aus.

In Österreich sind mehr als eine Million E-Bikes im Einsatz, in Deutschland rund 16 Millionen. Zentrale Komponente dieser Fahrzeuge sind Lithium-Ionen-Batterien. Mit der ab 2027 geltenden EU-Batterieverordnung werden Anforderungen an die Entnehmbarkeit und Austauschbarkeit von Batterien verschärft. Die Kooperation von Saubermacher und Liofit adressiert diese regulatorischen Vorgaben und etabliert strukturierte Prozesse für Wiederverwendung, Reparatur und Recycling von E-Bike-Akkus.

Im Fokus steht zunächst der Wissenstransfer. Ausgediente Batterien werden ohne Öffnung technisch bewertet und vorsortiert. Die von Liofit entwickelte Software liest per Smartphone-Scan die Kennzeichnung des Akkus aus und gleicht die Daten automatisiert mit einer Datenbank ab, die rund 1.000 Modelle umfasst. Auf dieser Grundlage erfolgt eine Einschätzung zur Reparaturfähigkeit oder zur Nutzung als Ersatzteilquelle. Für die praktische Umsetzung stellt die Datenbank technische Informationen, Videoanleitungen und Schulungsinhalte bereit. Erst wenn weder eine Instandsetzung noch eine Teileverwertung möglich ist, wird der Akku dem Recycling zugeführt.

Der Ansatz hat ökologische und ökonomische Relevanz. Beim Vergleich zwischen Reparatur und Neukauf eines E-Bike-Akkus mit 500 Wattstunden Speicherkapazität lassen sich durch den Verzicht auf eine energie- und materialintensive Neuproduktion laut Umweltbundesamt zwischen 16 und 30 Kilogramm CO₂-Äquivalente einsparen. Gleichzeitig reduziert die Reparatur die Kosten für Endnutzer und gewerbliche Betreiber deutlich. Während ein neuer Qualitätsakku über 1.000 Euro kosten kann, liegt der Austausch des Zellpakets bei maximal 500 Euro. Kleinere Instandsetzungen sind mit deutlich geringeren Aufwendungen verbunden. Durch die Reparatur kann die Nutzungsdauer eines Akkus verlängert werden.

Am Standort Premstätten wurden im Rahmen der Initiative bislang rund 4.000 E-Bike-Akkus erfasst. Nach der digitalen Diagnose können etwa 60 Prozent einer Wiederverwendung oder der Ersatzteilgewinnung zugeführt werden. Die verbleibenden Batterien werden fachgerecht recycelt.

Quelle: Saubermacher
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