Täglich leert die FES mehr als 45.000 Abfallbehälter im Stadtgebiet Frankfurt am Main. Die einzelnen Leerungen werden über RFID-Transponder an den Behältern automatisch erfasst und als Kippsignal in die Systemlandschaft der FES übertragen. Zusätzlich verarbeitet das Unternehmen Daten aus verschiedenen Anwendungen, darunter ein Portal zur Sperrmüllterminplanung, GPS-Informationen aus der Fahrzeugflotte, der kommunale Abfallkalender sowie ein Gewerbeportal. Diese Anwendungen erfordern eine zuverlässige Integration, sichere Datenhaltung und eine durchgängige Verfügbarkeit von Echtzeitinformationen.
Auslöser für die Neuausrichtung war die angekündigte Einstellung der SAP Cloud-Plattform (Neo) zum Jahr 2028 sowie die unternehmensseitige Bewertung alternativer Lizenz- und Betriebsmodelle. Im Rahmen einer herstellerunabhängigen Ausschreibung entschied sich die FES für eine Architektur aus CAS RDH als Datenplattform und Lobster_data als Integrationslösung.
Mit CAS RDH betreibt die FES einen zentralen Datenhub, der Daten in Echtzeit speichern und bereitstellen kann. Dabei erfolgt die Versorgung der Fachanwendungen unabhängig vom SAP-ERP-System. In Kombination mit Lobster_data soll künftig nur noch ein Teil der Informationen in das SAP-ERP übernommen werden, der dort tatsächlich benötigt wird. Damit verfolgt die FES einen Ansatz, bei dem das Kernsystem von nicht zwingend erforderlichen Datenlasten entlastet wird.
Für die Datensicherheit setzt die FES auf eine getrennte Integrationsarchitektur. Zum Einsatz kommen zwei Lobster_data-Systeme, die unterschiedliche Rollen im Datenfluss übernehmen. Ein externes System ist an Portale wie die Sperrmüllterminbuchung und das Gewerbeportal sowie an Drittsysteme angebunden, darunter auch das System zur Erfassung der Kippsignale. Ein internes System verarbeitet ausschließlich Daten, die über ein Whitelisting freigegeben sind, und verteilt diese anschließend an CAS RDH und das SAP-ERP.
Die Migration von der bisherigen SAP-Cloud-Umgebung in die neue Architektur wurde durch die CAS AG begleitet. Perspektivisch plant die FES, das Datenmanagement weiter zu entwickeln. Im nächsten Schritt soll die Datenbereitstellung stärker ereignisgesteuert erfolgen, um Datenloads gezielt auszulösen und die Aktualität der Informationen systemübergreifend weiter zu verbessern.







