Anzeige

Iran-Konflikt erhöht Unsicherheit an Rohstoffmärkten

Die Eskalation des Konflikts im Iran hat an den internationalen Finanz- und Rohstoffmärkten zu erhöhter Unsicherheit geführt. In der Folge legten der US-Dollar und der Goldpreis zu. Gleichzeitig stiegen Öl- und Gaspreise, nachdem Einschränkungen im Schiffsverkehr durch die Straße von Hormus den Energiehandel beeinträchtigten.
Iran-Konflikt erhöht Unsicherheit an Rohstoffmärkten
Copyright: Erstellt mit ChatGPT
Anzeige

Eine länger anhaltende Eskalation könnte die Energiepreise weiter erhöhen und zugleich die globale Konjunktur belasten. Industrienahe Rohstoffe könnten dadurch unter Druck geraten.

Die Weltrohstoffpreise stiegen im Februar auf Dollarbasis um 1,1 Prozent. In Inlandswährung betrug der Anstieg aufgrund einer leichten Aufwertung des Euro gegenüber dem US-Dollar 0,3 Prozent.

Stahlmarkt: Produktion schwach, Schrottpreise steigen

Nach einem Rückgang der globalen Rohstahlproduktion um rund 2,0 Prozent im Jahr 2025 erreichte die deutsche Produktion mit 34,1 Millionen Tonnen den niedrigsten Stand seit der Finanzkrise 2009. Im Januar 2026 stieg die Produktion in Deutschland zwar um 15 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat, weltweit ging sie jedoch um 6,5 Prozent zurück. Besonders in China fiel die Produktion mit minus 13,9 Prozent deutlich geringer aus. Gründe sind eine schwache Baukonjunktur, eine geringere industrielle Nachfrage sowie Kapazitätsanpassungen.

Am Schrottmarkt stiegen die Preise im Februar. Stahlaltschrott verteuerte sich um 3,6 Prozent, Stahlneuschrott um 4,1 Prozent. Ursachen waren witterungsbedingte Engpässe, logistische Einschränkungen sowie geringere Importe infolge ukrainischer Exportbeschränkungen. Gleichzeitig blieb das Neuschrottaufkommen aus der Automobilindustrie und dem Maschinenbau gering. Für März wird eine seitwärts gerichtete bis leicht schwächere Preisentwicklung erwartet.
Auch die Stahlpreise legten im Februar zu. Warmbreitband verteuerte sich um 3,5 Prozent, verzinkte Bleche um 2,8 Prozent und Walzdraht um 3,6 Prozent. Der Eisenerzpreis sank auf rund 100 US-Dollar je Tonne, während Kokskohle mit 247 US-Dollar je Tonne über dem Vormonatsniveau lag. Für das zweite Quartal 2026 erwartet die IKB eine weitgehend stabile Preisentwicklung.

Aluminium: Produktion wächst, Recycling gewinnt an Bedeutung

Die globale Primäraluminiumproduktion stieg im Jahr 2025 um 1,1 Prozent auf 73,8 Millionen Tonnen. Wachstumstreiber war China, das rund 60 Prozent der weltweiten Produktion stellt. Produktionsrückgänge in Nordamerika und der Golfregion wurden dadurch weitgehend ausgeglichen.

Die Lagerbestände entwickelten sich an den Börsen unterschiedlich. An der London Metal Exchange sanken sie bis Ende Februar auf rund 465.550 Tonnen, während sie an der Shanghai Futures Exchange seit Jahresbeginn deutlich zunahmen.
Der Preis für Primäraluminium lag Ende Februar 1,6 Prozent über dem Vormonatsniveau. Gleichzeitig gewinnt Recyclingaluminium, insbesondere in China, an Bedeutung. Der neue chinesische Fünf-Jahres-Plan zur Senkung der CO₂-Intensität dürfte den Ausbau der Sekundäraluminiumproduktion weiter fördern. Für das zweite Quartal 2026 erwartet die IKB ein Preisniveau von rund 3.100 US-Dollar je Tonne für Primäraluminium.

Kupfermarkt: Lageraufbau an den Metallbörsen

Die globale Kupferminenproduktion lag im Jahr 2025 um 1,0 Prozent über dem Vorjahr. Während die Produktion in Chile leicht zurückging, wurden in Peru und der Demokratischen Republik Kongo Zuwächse verzeichnet. In Indonesien führte ein Minenunglück in der Grasberg-Mine zu einem deutlichen Produktionsrückgang.

Die Lagerbestände an den Metallbörsen stiegen im Februar deutlich. An der London Metal Exchange erhöhten sie sich auf über 250.000 Tonnen, an der Shanghai Futures Exchange auf mehr als 390.000 Tonnen. Auch an der Comex wurden deutlich höhere Bestände registriert.

Trotz des aktuellen Lageraufbaus wird mittelfristig mit einer angespannten Marktlage gerechnet. Produktionsausfälle sowie eine steigende Nachfrage, insbesondere aus China, könnten in den kommenden Jahren zu einem Defizit am Kupfermarkt führen.

Quelle: Deutsche Industriebank IKB
Lesen, was die Branche bewegt
Newsletter
Bleiben Sie auf dem Laufenden und erhalten Sie einmal wöchentlich den RECYCLING magazin Newsletter.
Registrieren
Ich bin damit einverstanden, dass die DETAIL Architecture GmbH mir regelmäßig individualisierte spannende Neuigkeiten und Veranstaltungen per E-Mail zusendet. Die Verarbeitung meiner personenbezogenen Daten erfolgt entsprechend den Bestimmungen in der Datenschutzerklärung. Ich kann meine Einwilligung gegenüber der DETAIL Architecture GmbH jederzeit widerrufen.
close-link