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Start der Initiative natürliche Kreislaufwirtschaft

Die Initiative natürliche Kreislaufwirtschaft e.V. (INAK) ist ein Zusammenschluss von Unternehmen, Zertifizierern und Entsorgern, hervorgegangen aus dem Verbund kompostierbare Produkte e.V., mit dem Ziel, nachhaltige Produktlösungen und -kreisläufe zu entwickeln und die Umweltbelastung durch Mikroplastik zu reduzieren.
Foto Blattstruktur: Harry Haumn, pixelio.de; Illustration und Foto Kunststoff: E. Zillner
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Dabei steht der Einsatz von biologisch abbaubaren und kompostierbaren Kunststoffen in sinnvollen Anwendungsbereichen im Fokus.

„In den vergangenen 10 Jahren haben wir als Verbund kompostierbare Produkte e.V. bereits viel erreicht, insbesondere mit der Etablierung zertifiziert kompostierbarer Bioabfall-Sammelbeutel für die saubere Getrenntsammlung von Biogut in den Haushalten“, sagt Peter Brunk, Vorsitzender des Verbunds, und sagt weiter: „Als INAK wollen wir nun den Fokus ausweiten auf die Rolle biologisch abbaubarer Materialien für eine echte, geschlossene Kreislaufwirtschaft, in der wertvolle Ressourcen nicht als Abfall verloren gehen, sondern – nach dem Vorbild der Natur – in den biologischen Kreislauf zurückgeführt werden können.“

Die meisten Kunststoffprodukte können und sollten heute bereits werkstofflich recycelt werden, um Rohstoffe so lange wie möglich im Kreislauf zu halten. Dennoch gibt es eine Reihe von speziellen Kunststoffanwendungen, die nicht für das Recycling infrage kommen, entweder weil sie für den Verbleib in der Natur bestimmt sind (z.B. in Land-, Forstwirtschaft und Gartenbau), über Abrieb in die Umwelt eingetragen werden oder über andere Stoffströme (z.B. Kompost) in die Natur gelangen. Hier können biologisch abbaubare und kompostierbare Materialien einen wichtigen Beitrag leisten, um den Eintrag von Mikroplastik in die Umwelt zu verhindern. Die BioSinn-Studie des Nova-Instituts untersuchte das Potenzial von biologisch abbaubaren Materialien und identifizierte eine Reihe von sinnvollen Anwendungsbereichen, darunter Mulchfolien, Bindegarne, Verbissschutz, Pflanzenbefestigungsclips, Folien für die kontrollierte Freisetzung von Dünger, Borsten für Kehrmaschinen und vieles mehr.

Der Biotechnologiestandort Deutschland hat enorme Potenziale angesichts der ansässigen wissenschaftlichen Exzellenz sowie der zahlreichen etablierten Unternehmen und Start-ups, die bereits erhebliche Ressourcen in Forschung, Entwicklung und Produktion von biobasierten, kompostierbaren und biologisch abbaubaren Produkten investieren. „Was uns fehlt, sind rechtliche Rahmenbedingungen, die neue Technologien und Lösungsansätze ermutigen und am Markt etablieren. Dies ist aber vor allem vor dem Hintergrund der enormen Transformationsaufgaben zum Schutz von Klima, Umwelt und Ressourcen unabdingbar. Als INAK möchten wir daher zu einem sachlichen Dialog beitragen und uns gemeinsam mit Wissenschaft, Industrie und Politik für eine ergebnisoffene Prüfung sinnvoller Einsatzbereiche für biologisch abbaubare Kunststoffe einsetzen“, sagt Carmen Michels, Vorständin der INAK, die ab dem 11. Oktober 2024 anlässlich der INAK-Mitgliederversammlung den Vorsitz des Verbandes von Peter Brunk übernehmen wird.

Quelle: Initiative natürliche Kreislaufwirtschaft e.V. (INAK)

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