Neste fordert Zulassung von erneuerbarem Diesel

Die deutsche Bundesregierung hat gestern ihren Klimaschutzbericht 2019 vorgelegt.
Thorben Wengert, pixelio.de
Thorben Wengert, pixelio.de

Er zeigt, dass die CO2-Emissi­onen im Verkehrssektor im vergangenen Jahr nicht gesunken, sondern sogar angestiegen sind – auf 163,5 Millionen Tonnen.

Diese Entwicklung kommentiert Mercedes Alonso, Executive Vice President Renewable Polymers & Chemicals bei Neste und Geschäftsführerin von Neste Deutschland: „Wir sehen mit Sorge, dass der deutsche Verkehrssektor die Emissionsziele nicht nur verfehlt hat, sondern die Emissionen sogar noch steigen. Jedes Auto, das heute noch fossilen Kraftstoff nutzt, wird auch in den kommenden Jahren das CO2-Budget Deutschlands weiter aufbrauchen. Die fossilfreie Zukunft muss beim Tanken anfangen.“

„Regenerativer synthetischer Diesel aus Abfällen und Reststoffen bietet dafür eine sofort verfügbare Lösung. Jeder Liter davon reduziert die Treibhausgasemissionen im Vergleich zu fossilem Treibstoff um bis zu 90 Prozent, wenn man alle Emissionen über den gesamten Lebenszyklus des Treibstoffs betrachtet. Unser erneuerbarer Diesel kann vollständig mit der bereits existierenden Kraftstoff-Infrastruktur genutzt werden und ermöglicht eine sofortige Emissions­reduzierung der bestehenden Fahrzeugflotte. Künftig könnten solche Kraftstoffe auch aus CO2 und er­neuerbarem Strom hergestellt werden.“

„Regenerative synthetische Kraftstoffe könnten einen signifikanten Beitrag dazu leisten, dass Deutschland seine Klimaziele im Verkehrssektor erreicht. Daher sollte die Bundesregierung, wie zahlreiche andere europäische Län­der, den Verkauf solcher Kraftstoffe gemäß DIN EN 15940 an der Zapfsäule erlauben. Die aktuelle Arbeit der Bun­desregierung an der nationalen Umsetzung der europäischen Erneuerbaren-Energie-Richtlinie bietet zudem die ideale Gelegenheit, nun zeitgemäße, ambitionierte Rahmenbedingungen für regenerative Kraftstoffe zu schaffen.”

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