Investitionen für die Abfallbeseitigung auf dem Höchststand

Die Betriebe des Produzierenden Gewerbes (ohne Baugewerbe) in Baden-Württemberg haben im Jahr 2016 erneut knapp eine Milliarde Euro in Maßnahmen zum Schutz der Umwelt investiert.
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Wie das Statistische Landesamt mitteilt, lag die Investitionssumme mit 983 Millionen (Mill.) Euro um 13 Mill. Euro unter der des Vorjahres. Damit wurde der stetige Aufwärtstrend der letzten 10 Jahre erstmalig gebrochen. Die Gesamtinvestitionen der produzierenden Betriebe im Land sind in diesem Zeitraum sogar deutlich gestiegen. Die Umweltschutzquote, das heißt der Anteil der Umweltschutzinvestitionen an den Gesamtinvestitionen, ging dadurch von 7,0 % im Jahr 2015 auf 6,5 % im Jahr 2016 zurück.

Zurückzuführen ist dieser Rückgang auf weniger Investitionen im Bereich Klimaschutz. Mit 320 Mill. Euro lagen die Klimaschutzinvestitionen um 47 Mill. Euro unter denen von 2015. Vor allem die Energieversorger meldeten mit 105 Mill. Euro ein Viertel weniger Aufwände für den Klimaschutz als im Jahr zuvor. Aber auch im Verarbeitenden Gewerbe (inklusive Bergbau und Gewinnung von Steinen und Erden) gingen die Klimaschutzinvestitionen auf 204 Mill. Euro leicht zurück. Mehrinvestitionen im Bereich der Luftreinhaltung führten allerdings dazu, dass die gesamten Umweltschutzinvestitionen im Verarbeitenden Gewerbe im Gegensatz zu denen der Energiewirtschaft auch im Jahr 2016 wieder leicht angestiegen sind (auf 403 Mill. Euro). Der Klimaschutz stellt damit gegenüber 2015 im Jahr 2016 nicht mehr den investitionsstärksten Umweltbereich dar, sondern wird in dieser Rolle wieder von der Abwasserbeseitigung (337 Mill. Euro) abgelöst.

Einen nennenswerten Umfang an den Umweltschutzinvestitionen des Produzierenden Gewerbes hat außerdem die Abfallbeseitigung. Investitionen in die Abfallbeseitigung werden größtenteils im Wirtschaftszweig Sammlung, Behandlung und Beseitigung von Abfällen verbucht. Seit 2013 sind sie um insgesamt 80 % stetig angestiegen und lagen 2016 mit knapp 200 Mill. Euro erneut über ihrem vorläufigen Höchststand aus dem Jahr 2015. Abzüglich der drei genannten großen Umweltbereiche verteilen sich die verbleibenden knapp 130 Mill. Euro Umweltschutzinvestitionen auf die Umweltbereiche Luftreinhaltung sowie zu kleineren Teilen Lärm- und Erschütterungsschutz, Arten- und Landschaftsschutz sowie Schutz und Sanierung von Boden, Grund- und Oberflächenwasser.

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