Henkel verbessert Recyclingfähigkeit von Produktverpackungen

Ein gemeinsames Entwicklungsprojekt von Henkel, Verpackungshersteller Mondi, Kunststoffhersteller Borealis und dem Recyclingtechnologieunternehmen APK soll die Nachhaltigkeit von flexiblen Verpackungen mit Multi-Layer-Aufbau verbessern.
Kreislaufwirtschaft
Recycling

„Die APK AG, mit Sitz in Merseburg bei Leipzig, verfügt über einen lösemittel-basierten Aufbereitungsprozess mit der Bezeichnung Newcycling, welcher ein hochwertiges Recycling von Multi-Layer-Verpackungen ermöglicht. Damit können aus komplexen mehrschichtigen Verpackungen sortenreine Regranulate mit Eigenschaften ähnlich denen von neu hergestellten Kunststoffen zurückgewonnen werden“, erklärt Klaus Wohnig, Vorstandssprecher der APK AG. Mit den konventionellen, mechanischen Recyclingverfahren sei dies nicht möglich. Zudem arbeitet der Newcycling-Prozess äußerst wirtschaftlich, sodass die gewonnenen Regranulate zu wettbewerbsfähigen Preisen angeboten werden können, heißt es in einer gemeinsamen Erklärung der mitwirkenden Unternehmen.

Mondi hat die Eignung von recyceltem APK-LDPE für Mehrschichtfolien am Standort seines Forschungs- und Entwicklungszentrums in Gronau getestet und in einer Pilotanlage vor Ort erfolgreiche Vorversuche durchgeführt. In dem konkreten Projekt wurde in einer flexiblen Verpackung für Waschmittel der bisher eingesetzte LDPE-Neuwarenkunststoff zu großen Teilen durch APK-LDPE-Regranulate ersetzt. Das Regenerat wird von Mondi bei der Coextrusion der PE-Folie eingesetzt und mit der bedruckten PET-Folie zu einem Duplex-Verbund kaschiert ohne dabei das äußere Erscheinungsbild des Beutels zu verändern. „Das Gemeinschaftsprojekt kommt der im Januar 2018 verabschiedeten Zielsetzung der Europäischen Kommission entgegen, dass bis 2030 nur noch recycelbare Kunststoffverpackungen in Europa eingesetzt werden. Es unterstreicht außerdem die Machbarkeit der mehrfachen Wiederverwertung flexibler Verpackungen in einer echten Kreislaufwirtschaft, die wertvolle Ressourcen schont und Abfall vermeidet, ohne die Leistungsfähigkeit der Produkte einzuschränken“, sagt Timo Müller, Key Account Manager für Henkel bei Mondi.

Derzeit werde zwischen den Projektpartnern die Kommerzialisierung des Projekts und eine mögliche Markteinführung Anfang 2019 geprüft.

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