Stahlrecycling auf Wachstumskurs

Das kräftige Wachstum der deutschen Wirtschaft und insbesondere die verbesserte Lage der Stahlindustrie, sowohl im Inland als auch international, haben sich positiv auf die Stahlrecyclingbranche ausgewirkt.
Na_Ich -), pixelio.de

Die Rohstahlproduktion hat im vergangenen Jahr mit 43,56 Mio. Tonnen einen um 3,5 % höheren Wert als im Vorjahr erreicht. Dabei setzten Stahlwerke und Gießereien in besonderem Maße auf den Sekundärrohstoff Stahlschrott und steigerten den Einsatz um 8 % auf 25 Mio. Tonnen. Der Zukauf vom Handel lag dabei gut 5 % über dem Vorjahreswert. Einschließlich Export betrug die Lieferleistung der deutschen Stahlrecyclingunternehmen rund 22 Mio. Tonnen Stahlschrott.

„Es ist erfreulich zu beobachten, dass gerade in der Stahlindustrie die Gedanken von Nachhaltigkeit und Kreislaufwirtschaft mehr und mehr an Bedeutung gewinnen.“, sagt BDSV-Hauptgeschäftsführer Dr. Rainer Cosson. Die Lieferung spezifikationsgerechten und qualitätsgesicherten Schrotts durch Recyclingunternehmen sei ein Schlüssel dafür, dass die Decarbonisierung der Stahlproduktion erfolgreich vorankommt.

Die Marktaussichten für das laufende Jahr beurteilt die BDSV prinzipiell positiv. Ganz ohne Sorgen ist die Branche allerdings nicht: Die zunehmenden protektionistischen Tendenzen in vielen Ländern könnten Rückschläge heraufbeschwören. Herausforderungen stellen zudem der sich abzeichnende Fachkräftemangel sowie die mehr und mehr zutage tretenden Mängel in der Infrastruktur in Deutschland dar; dies betrifft sowohl Straßen-, Schienen- also auch Wasserwege. Die Mängel beeinträchtigen zunehmend die reibungslose Belieferung der Abnehmer von Stahlschrott.

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