Stahlschrott wird Exportschlager

Nach Angaben der Wirtschaftsvereinigung Stahl haben die Stahlschrottexporte aus Deutschland und der EU im vergangenen Jahr deutlich zugenommen.
Jürgen Nießen, pixelio.de

Wie die Wirtschaftsvereinigung Stahl (WV Stahl) berichtet, stieg die Rohstahlerzeugung in Deutschland im Dezember um 8 Prozent auf 3,2 Millionen Tonnen gestiegen. Dennoch wurde im vierten Quartal 2016 das Niveau des Vorjahreszeitraums leicht unterschritten. Insgesamt ging die Rohstahlerzeugung 2016 gegenüber dem Vorjahr um 1,4 Prozent auf 42,1 Millionen Tonnen zurück. Durch einen stabilen Elektrostahlanteil konnte der Schrottverbrauch 2016 um 1 Prozent gesteigert werden.

Deutlich gestiegen sind laut WV Stahl die Stahlschrottexporte im Oktober. Im Vergleich zum Vorjahr wurden 36 Prozent mehr exportiert. Auch im gesamten Jahresverlauf sei ein Exportanstieg von 2 Prozent festzustellen. Hauptabnehmer für deutschen Stahlschrott bleiben die Niederlande und Luxemburg. Zuletzt sei aber auch relativ viel Material nach Indien exportiert worden.

Die Versorgung mit Neuschrott bezeichnet die WV Stahl als ausreichend. Dies sei vor allem dem Automobil- und Maschinenbausektor zuzuschreiben, vermutlich werde sich diese Entwicklung auch fortsetzen. Schwierig bleibe hingegen die Situation bei der Altschrott-Versorgung.

EU-weit habe der Stahlschrottverbrauch um 2 Prozent unter dem Vorjahrswert gelegen. Dies liege vor allem am Rückgang der Rohstahlerzeugung um 3 Prozent. Auch hier hätten die Stahlschrottexporte deutlich zugenommen, bis November sei ein Zuwachs von 28 Prozent zu verzeichnen gewesen. Besonders hohe Zuwächse habe es beim Export in die Türkei, nach Indien und nach Pakistan gegeben.

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