DUH: Handel sabotiert Rücknahme von Elektroaltgeräten

Laut Tests, die die Deutsche Umwelthilfe (DUH) durchgeführt hat, informieren zahlreiche Handelsunternehmen die Verbraucher gar nicht oder fehlerhaft über Rückgabemöglichkeiten und erschweren die Rückgabe durch zusätzliche Kosten, lange Wartezeiten und einen hohen Packaufwand.
Frank Radel, pixelio.de

„Mit Hinweis auf die Verkaufsfläche von Elektrogeräten verweigern zahlreiche Händler die Altgeräterücknahme. Der Kunde müsste nun mit einem Maßband das Ladengeschäft vermessen, um sein Rückgaberecht durchzusetzen. Das ist absurd, verbraucherunfreundlich und in vielen Fällen sogar illegal“, kritisiert DUH-Bundesgeschäftsführer Jürgen Resch. Besonders Kunden von Online-Händlern seien nicht in der Lage, eine behauptete kleinere Lagerfläche zu überprüfen. „Der Handel sabotiert die Sammlung von Elektroschrott, wie sie die Umwelt- und Verbraucherpolitik vorgibt“, so Resch weiter.

Laut DUH verweigern Unternehmen wie Ikea und Galeria Kaufhof die Rücknahme von Altgeräten. Bei anderen Händlern werde die Rückgabe durch lange Wartezeiten, zusätzlichen Packaufwand oder einen komplizierten Rückgabeprozess bewusst unattraktiv gemacht.

Besonders problematisch sei die Rückgabe bei Online-Händlern, da diese in der Regel nur einen Paketversand anbieten. Hier fordert die DUH die Online-Händler auf, sich an flächendeckenden, stationären Sammelstationen finanziell zu beteiligen. Das Angebot eines Rückversandes solle nur ergänzend angeboten werden.

Die DUH kritisiert zudem, dass nicht nur die Kunden nicht ausreichend informiert würden, sondern das Personal der Händler nicht über das entsprechende Wissen verfüge.

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