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Mechanische Trennung von PET-PE-Verbunden

Materialverbunde gelten im mechanischen Recycling häufig als problematisch, da unterschiedliche Kunststofftypen nur schwer voneinander zu trennen sind. Für viele Anwendungen kommen daher bislang chemisches Recycling oder thermische Verwertung zum Einsatz.
Mechanische Trennung von PET-PE-Verbunden
Copyright: Erstellt mit ChatGPT
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Im Projekt „BlisterCycle“ wurde ein Verfahren entwickelt, mit dem PET-PE-Verbunde mechanisch getrennt und als Sekundärrohstoffe wieder genutzt werden können. Der Kunststoff-Cluster begleitete das Projekt.

Ausgangspunkt des Verfahrens ist ein typischer Verpackungsblister aus transparentem PET-G und einer bedruckten, abziehbaren Siegelfolie aus HDPE. Nach der Zerkleinerung entstehen Mahlgüter mit einer Kantenlänge von sechs bis zehn Millimetern. Die anschließende Trennung erfolgt über eine Schwimm-Sink-Aufbereitung in einem Salz-Wasser-Gemisch mit einer Dichte von 1,19 Gramm pro Kubikzentimeter. Diese entspricht einer rund 25-prozentigen Kochsalzlösung. In diesem Medium sinkt PET-G ab, während HDPE sowie verbliebene Verbundpartikel in der Schwimmfraktion verbleiben.

Nach dem Abfiltrieren der Schwimmfraktion wird die PET-G-Sinkfraktion getrocknet. An der Oberfläche auskristallisiertes Kochsalz kann anschließend beim Mischen des Mahlguts entfernt und wieder in den Prozess zurückgeführt werden. Das aufbereitete PET-G lässt sich anschließend entweder direkt als Mahlgut einsetzen oder nach einer Regranulierung erneut zu PET-G-Folien extrudieren.

Auch die HDPE-Fraktion wird weiterverarbeitet. Sie enthält neben HDPE Anteile von PET-G sowie Rückstände von Druckfarben. In einem Regranulierprozess wird ein Teil des PET-G über eine Schmelzefiltration abgetrennt. Verbleibende PET-G-Anteile und zersetzte Druckfarben werden durch ein Additivsystem kompatibilisiert. Das resultierende Rezyklat erfüllt die Anforderungen der REACH-Verordnung und kann erneut für die Herstellung von Folien eingesetzt werden.

Das Projekt wurde aus Mitteln der oberösterreichischen Wirtschafts- und Forschungsstrategie #upperVISION2030 gefördert.

Am Projekt beteiligt waren die M2 Consulting GmbH aus Hartkirchen als Projektkoordinator, die Takeda Austria GmbH in Linz, die Industrietechnik Filzwieser GmbH aus Gaflenz, die Dikatech GmbH aus Wippenham sowie das Transfercenter für Kunststofftechnik TCKT in Wels.

Quelle: Business Upper Austria
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