Aluminium als Beispiel gelebter Kreislaufwirtschaft

Die TSR Recycling GmbH & Co. KG hat sich mit dem BDE und weiteren Unternehmen der Aluminiumwirtschaft zusammengeschlossen, um auf der diesjährigen Umweltleitmesse IFAT in München den bereits gelebten Aluminiumkreislauf vorzustellen
Timo Klostermeier, pixelio.de

Dieser lässt sich am Beispiel der Getränkedose auf der 140 Quadratmeter großen Sonderausstellungsfläche von der Produktion über die Weiterverarbeitung bis zum Recycling nachverfolgen. Mit einem 360-Grad-Film können Besucher darüber hinaus virtuell in die Welt des Aluminiumrecyclings eintauchen.

Gemeinsam mit den teilnehmenden Unternehmen will TSR den Messeauftritt nutzen, um auf die enorme Bedeutung geschlossener Kreisläufe aufmerksam zu machen: „Aluminium ist der ideale Stoffstrom, um einen bereits gelebten und funktionierenden Kreislauf zu präsentieren“, erklärt Bernd Fleschenberg, Geschäftsführer der TSR Recycling GmbH & Co. KG. Rohstoffe stehen begrenzt zur Verfügung und die Verarbeitung der Materialien geht mit einem hohem Energieverbrauch und CO2-Ausstoß einher – so auch beim vorgestellten Stoffstrom Aluminium. „Die einzig sinnvolle Alternative sind Recyclingrohstoffe“, betont Fleschenberg. „Die Herausforderung wird sein, zukünftig möglichst alle Stoffströme im Sinne einer Kreislaufwirtschaft qualitativ hochwertig aufzubereiten, um so wertvolle Ressourcen und die Umwelt nachhaltig zu schonen.“

Der enge Austausch mit Politik, Wirtschaft und Gesellschaft ist dabei entscheidend: „Nur wenn es gelingt alle beteiligten Akteure für die Kreislaufwirtschaft zu sensibilisieren, werden wir in Zukunft verstärkt auf Recyclingrohstoffe setzen können“, so Fleschenberg weiter. „Daher hat es uns besonders gefreut, dass wir Bundesumweltministerin Svenja Schulze während ihres gestrigen Messerundgangs begrüßen und ihr am Beispiel Aluminium die Bedeutung von Recyclingrohstoffen erläutern konnten.“

Das unternehmenseigene Nachhaltigkeitszertifikat, das TSR ebenfalls im Rahmen der IFAT vorgestellt hat, ist ein wichtiges Instrument, mit dem Unternehmen schon heute nachweisen können, dass sie ihre zu verwertenden Materialien dem Recyclingkreislauf zuführen und damit einen wichtigen Beitrag zum Umweltschutz leisten, heißt es weiter. Das gemeinsam mit dem unabhängigen Fraunhofer-Institut für Umwelt-, Sicherheits- und Energietechnik Umsicht entwickelte Zertifikat weist die Einsparungen von Primärrohstoffen sowie Energie und den CO2-Ausstoß in konkreten Zahlen aus. Transport, Vorbehandlung und Verwertung werden in der Berechnung ebenfalls berücksichtigt. Hinsichtlich seiner Spezialisierung auf Eisen und Nichteisenmetalle ist das TSR-Nachhaltigkeitszertifikat einzigartig in der Branche.

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