Wirtschaft & Märkte

Interseroh übernimmt Rohstoffe Kohler

| Die Kölner Interseroh-Gruppe hat das Stahl- und Metallrecyclingunternehmen Rohstoffe Kohler GmbH im rheinland-pfälzischen Germersheim aufgekauft. Wie der Branchenriese mitteilte, sollen die Kohler-Standorte in Germersheim und im baden-württembergischen Kehl die Aktivitäten der Interseroh RNR in Mannheim ergänzen. Kohler gehört nun zur Dortmunder Interseroh Hansa Recycling, der Stahl- und Metallsparte des Konzerns.

Erftstädter Alba-Zwischenlager verwaltungsrechtlich verhindern?

| Das geplante Zwischenlager für Verpackungsmüll, das der Berliner Entsorger Alba im Gewerbegebiet in Erftstadt-Friesheim einrichten will, erhizt weiterhin die Gemüter. Um die Ansiedlung in unmittelbarer Nachbarschaft eines Fischverarbeiters zu vermeiden, will die örtliche SPD den Bebauungsplan ändern lassen - und bis zum Ende dieses Verwaltungsprozesses eine Veränderungssperre durchsetzen. Bei Alba versteht man die Aufregung nicht.

Abfallbetrieb Neuwied: 2 Millionen Euro Überschuss

| Der Abfallbetriebes des Kreises Neuwied konnte in seiner Jahresbilanz 2006 einen Gewinn von über 2 Millionen Euro ausweisen. Die Verluste von rund 1,2 Millionen Euro aus dern beiden Vorjahren sind damit mehr als ausgeglichen, wie auf der Sitzung des Kreistages betont wurde. Ende dieses Jahres werden die Rücklagen wohl auf insgesamt 6 Millionen Euro ansteigen.

Envio importiert Schrott-Trafos aus Kasachstan

| Die Dortmunder Envio AG importiert etwa 200 PCB-haltige Transformatoren aus Kasachstan, um sie hierzulande zu entsorgen. Das Unternehmen erklärte, dass der Auftrag ein Volumen von 750.000 Euro habe. Offenbar erhofft man sich Folgeaufträge: Das Unternehmen schätzt, dass bis zum Jahr 2025 aufgrund der Stockholmer Konvention gegen Schadstoffe in Kasachstan bis zu 130.000 Tonnen Transformatoren zu entsorgen seien.

Kreis Wesermarsch senkt Abfallgebühren

| Der Werkausschuss Abfallwirtschaft des Landkreises Wesermarsch hat empfohlen, die Abfallgebühren im nächsten Jahr um durchschnittlich 10 Prozent zu senken. Der Kreistag soll dem Plan am 13. Dezember zustimmen. Es wäre die erste Gebührensenkung seit fünf Jahren. Die Gebühren sollen sich zukünftig am Abfallaufkommen des Vorjahres orientieren.

Eurofer: EU-Kommission muss BHP stoppen

| Europas Stahlproduzenten fordern die EU-Kommission auf, gegen die geplante Übernahme des Bergbaukonzerns Rio Tinto durch den Konkurrenten BHP Billiton vorzugehen. Das teilte der Dachverband der europäischen Stahlindustrie Eurofer mit. "Es kann weder im Interesse der Stahlhersteller noch im Interesse der Konsumenten sein, dass künftig zwei Bergbauunternehmen knapp drei Viertel des weltweiten Eisenerzmarktes kontrollieren", schreibt der Verband.

Veolia bestätigt Kauf von Bartin

| Der Bundesverband Sekundärrohstoffe und Entsorgung (bvse) hat vom Französischen Entsorgungsriesen bestätigt bekommen, dass er den drittgrößten französischen Schrotthändler Bartin gekauft hat. Bartin bereitet pro Jahr 780.000 Tonnen Metalle auf. Laut Veolia ist Bartin Teil seiner Strategie, "Abfälle in Rohstoffe umzuwandeln" und sich in der Recyclingwirtschaft weiter zu entwickeln.

Rio Tinto schlägt BHP Kooperationen vor

| Neue Strategie im Abwehrkampf gegen die Übernahme durch BHP Billiton: Der Bergbaukonzern Rio Tinto will seinem Wettbewerber laut einem Bericht des "Daily Telegraph" eine verstärkte Zusammenarbeit in Joint Ventures vorschlagen, um eine Fusion abzuwenden. Die beiden Minenbetreiber verfügen bereits über gemeinsame Projekte, beispielsweise die Kupfermine Escondida in Chile.

Deponie-Nachsorge um Hannover kostet 238 Millionen Euro

| Für Abdeckung, Rekultivierung und Nachsorge der drei Abfalldeponien in der Region Hannover werden nach Berechnungen einer Wirtschaftsprüfgesellschaft 238 Millionen Euro benötigt. Allerdings verteilen sich diese Kosten über die Zeit bis zum Jahr 2072. Bisher hat der Zweckverband Abfallwirtschaft (aha) etwa 90 Millionen Euro Rücklagen gebildet.

Branche uneins über Zukunft des MVA- und MBA-Marktes

| "Dichtung und Wahrheit zur MVA und MBA" war das Thema des Regionaltreffens Nord-West der Deutschen Gesellschaft für Abfallwirtschaft (DGAW) in Bremen. Die über 40 Teilnehmer diskutierten vor allem die Zukunftsaussichten der Müllverbrennung und mechanisch-biologischen Aufbereitung. Dabei wurde offenbar, dass einige Experten eine Selbstregulierung des Marktes erwarten - also keine Überkapazitäten.

Remondis expanidert in Kiel

| Der Entsorgungsriese Remondis will die Kapazitäten seiner Recyclinghöfe erweitern und darüber hinaus eine oder zwei neue Anlagen einrichten. In diesem Zuge wird das Unternehmen auch weitere Mitarbeiter einstellen. Bereits zum Jahresanfang hatte Remondis 30 Arbeiter für die Abfuhr der Gelben Säcke angeheuert.

Monschau will Firma Förster für Müllabfuhr behalten

| Die Stadt Monschau wird die Müllabfuhr europaweit ausschreiben - hofft aber, dass die ortsansässige Firma Förster, die seit Jahrzehnten den Hausmüll abfährt, das Rennen macht. Im Umweltausschuss erklärte Bürgermeister Theo Steinröx, dass das Unternehmen so eine faire Chance bekomme. Monschau werde sich nicht wie die Nachbarkommunen Simmerath und Roetgen dem kommunalen Zweckverband Regioentsorgung anschließen, bei dem Förster keine Chance hätte.

Abfallwirtschaft des Kreises Mettmann im Plus

| Die Kreisverwaltung in Mettmann hat dem Ausschuss für Ordnungsangelegenheiten und Wirtschaftsförderung ein gutes Betriebsergebnis für die Entsorgung häuslicher Abfälle präsentiert. Insgesamt konnte ein Überschuss von rund 526.000 Euro erwirtschaftet werden. Hauptgrund: Die Mettmanner haben weniger Müll über die teure MVA Düsseldorf entsorgt.

Stuttgart will Müllabfuhr bei Kommune halten

| Im Januar 2008 will der Stuttgarter Technikbürgermeister Dirk Thürnau (SPD) zwei Gutachten zur Abfallwirtschaft vorlegen. Die bisher noch nicht öffentlichen Papiere weisen über den bereits beschlossenen Abbau auf 748 Stellen in der Abfallwirtschaft Stuttgart (AWS) ein Einsparpotenzial von 4 bis 6 Millionen Euro aus, wie die "Stuttgarter Zeitung" herausgefunden hat. Durch Restrukturierung soll die Entsorgung bei der Kommune gehalten werden.
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