Altpapier

IG Paro sieht sich nicht als Konkurrenzverband

| Der frisch gegründete Verband der Papier recycelnden Industrie, die IG Paro, sieht sich nicht als Konkurrenz zum Bundesverband Sekundärrohstoffe und Entsorgung (bvse) oder zum Bundesverband der Deutschen Entsorgungswirtschaft (BDE). Der Vorsitzende der IG, Rolf Kühl, erklärte dem RECYCLING magazin: "Wir sind eine Ergänzung der Verbandslandschaft - allerdings eine notwendige, weil unsere Belange in den großen Verbänden bisher unterrepräsentiert waren."

Weidener SPD kritisiert Altpapier-Entsorgung

| Die SPD in Weiden in der Oberpfalz stellt die bisherigen Entsorgungspreise für Altpapier in Frage. Die Stadt habe seit 2002 über 940.000 Euro für die Altpapierabfuhr gezahlt. Jetzt werde von privaten Unternehmen die Blaue Tonne kostenlos angeboten.

Landkreis Emsland führt Blaue Tonne ein

| Der nierdersächsische Landkreis Emsland verteilt an seine Bürger Blaue Tonnen für die Papiersammlung. Bisher musste Altpapier, -pappe und -kartonage zu Containern geschleppt werden; auch sammelten einige Vereine es an der Haustür ein. Mit dem Erlös aus dem Altpapierverkauf hofft Landrat Herrmann Bröring, die Gebühren für Rest- und Biomüllabfuhr stabil halten zu können. Privaten Papiersammlungen erteilte er eine eindeutige Absage.

Neuer europäischer Altpapier-Verband gegründet

| Einige Unternehmen der privaten Altpapier-Rohstoffwirtschaft haben in Frankfurt am Main einen neuen europäischen Fachverband für die Altpapierbranche gegründet - Name: IG Paro. Im Präsidium sitzen bekannte Gesichter der deutschen Altpapier-Branche; Präsident ist Rolf Kühl von der Kühl Unternehmensgruppe in Diedorf, ehemaliger Fachvereinigungsvorsitzender beim Bundesverband für Sekundärrohstoffe und Entsorgung (bvse). Telefonisch erreichbar war der neue Verband heute allerdings noch nicht.

PTS: Steigende Zahl an Beratungsprojekten erfordert Ausgründung

| Die Papiertechnische Stiftung (PTS) stellt sich rechtlich neu auf. Wie die Stiftung mitteilte, wird zum 1. Januar 2008 die PTS Consulting GmbH gegründet. Das 100-prozentiges Tochterunternehmen soll das Beratungsgeschäft der Stiftung übernehmen.

CEPI stellt CO2-Bilanzierungsmethode vor

| Die Confederation of European Paper Industries (CEPI), der europäische Papierverband, hat eine Handreichung entwickelt, auf der sich die Kohlendioxid-Bilanz von Papier- und Pappeprodukten ablesen lässt. Das so genannte "Carbon Footprint Framework" sei von vielev Anfragen aus der Industrie inspiriert worden, erklärte der Verband. Nun herrsche im Prinzip Klarheit über jedes einzelne Produkt.

Europäer finanzieren kasachische Papierfirma

| Die Europäische Bank für Wiederaufbau und Entwicklung (EBRD) leiht der kasachischen Kagazy Recycling LLP 39 Millionen Euro. Ziel ist die Neuausrichtung und Expansion des Papiergeschäfts. Der Ausstoß soll von momentan 40.000 Tonnen auf über 85.000 Tonnen im Jahr 2012 steigen.

Abfalllager im Kreis Vechta gerät in Brand

| In einer Lagerhalle eines Recycling-Zentrums in Lohne im Landkreis Vechta sind in der Nacht zum Sonntag Papier- und Kunststoffabfälle in Brand geraten. Laut Polizeiangaben konnte die örtliche Feuerwehr die Flammen löschen. Messungen ergaben keine giftigen Schadstoffe in der Luft. Weder die Brandursache noch die Schadenshöhe sind bisher geklärt.

Herten: Blaue Tonne günstiger als Straßensammlung

| Die Müllabfuhrgebühren werden in Herten im nächsten Jahr leicht sinken. Die entsprechende Beschlussvorlage, die der Betriebsausschuss bereits diskutiert hat, soll Ende November im Stadtrat beschlossen werden. Grund ist offenbar eine Umstellung der Altpapiererfassung auf die Blaue Tonne.

Hückelhoven probiert Papiertonnen-Einsatz aus

| Die Stadt Hückelhoven im nordrhein-westfälischen Kreis Heinsberg denkt über die Einführung einer Altpapiertonne nach. Bisher legen die Bürger ihren Papiermüll gebündelt an den Straßenrand; Resultat sind niedrige Sammelquoten und bei Regen Verunreinigung der Straßen. In den Ortschaften Ratheim und Altmyhl sollen nun für ein Jahr versuchsweise Tonnen eingesetzt werden.

Mayr-Melnhof verkauft Firma Spiehs an AVE

| Mayr-Melnhof Karton aus Wien, nach eigenen Angaben der weltweit größte Hersteller von Recyclingkarton und Europas führender Produzent von Faltschachteln, verkauft das ebenfalls in Wien ansässige Altpapierunternehmen Spiehs an die AVE-Gruppe aus Hörsching. Das gab das Unternehmen in einer Pressemitteilung bekannt.

Firma Gerke unterschlug Altpapier aus Willich

| Die "Rheinische Post" berichtet, dass Mitarbeiter des Technischen Dezernats der Kreisverwaltung der Firma Gerke beim Altpapierdiebstahl erwischt haben. Gerke besorgt in der Stadt Willich die Papierabfuhr und zweigte offenbar über längere Zeit bestimmte Mengen ab - was letzten Endes in der Aufkommensstatistik auffiel. Der Schaden beträgt laut Kreisverwaltung 200.000 Euro. Gerke hat das Geld inzwischen erstattet.

HPV erwartet weiteren Preisanstieg bei Papier- und Pappewaren

| Seit Anfang des Jahres sind die Verkaufspreise für Papier- und Pappewaren um knapp 4 Prozent gestiegen. Der Hauptverband Papier- und Kunststoffverarbeitung (HPV) erklärte, dass dies mit Kapazitätsauslastungen in den Betrieben zusammenhänge. Die Preise seien damit allerdings bei der Teuerung hinter den Rohstoffkosten zurückgeblieben. Die Hälfte der Unternehmen in der Branche rechne auch weiterhin mit anziehenden Preisen.

Stora Enso verkauft Werk Reisholz

| Der finnnische Stora Enso Konzern wird das Werk Reisholz zum Ende des Jahres 2007 veräußern. Wie der finnische Papierhersteller mitteilte, wurde mit der SEGRO-Tochter Slough Estates Commercial Properties (SECP) einen Vertrag über die Veräußerung des Werks unterzeichnet. Die beiden Papiermaschinen des Werks Reisholz sollen bis zum Jahresende stillgelegt und verschrottet werden.