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28.07.2010 | MARKT
Treffen des Lenkungskreises der Nationalen Plattform Elektromobilität

 
In Berlin hat sich der Lenkungskreis der Nationalen Plattform Elektromobilität getroffen. Bis Ende November soll ein Zwischenbericht der Plattform vorliegen, heißt es von Seiten des Bundesministeriums für Wirtschaft und Technologie (BMWi). Dazu habe der Lenkungskreis einen konkreten Fahrplan verabschiedet.




Der Vorsitzende des Lenkungskreises und Präsident der Deutschen Akademie der Technikwissenschaften Henning Kagermann sagte: "Von der konzentrierten und produktiven Arbeit der Experten in den sieben Arbeitsgruppen bin ich sehr angetan. Struktur, Größe und Zusammensetzung der Plattform sind nach meinem Eindruck gut gewählt; mit den Vorsitzenden der Arbeitsgruppen haben wir uns nun auch schon auf einen Phasenplan mit Meilensteinen verständigt. Das zeigt mir: Wir haben nicht nur gemeinsame Ziele, sondern auch ein Verständnis davon, dass man beim Thema Elektromobilität langfristig denken und konkrete Schritte vereinbaren muss."

Rainer Brüderle, Bundesminister für Wirtschaft und Technologie: "Elektromobilität betrifft viele Branchen, die in der Nationalen Plattform zusammengeführt werden, um einen intensiven Austausch zu drängenden Fragen im Bereich Elektromobilität zu ermöglichen. Das wird uns helfen, gute Fortschritte auf diesem Gebiet zu erzielen. Wir wollen Leitmarkt und Leitanbieter für Elektromobilität werden. Dazu wird die Plattform entscheidend beitragen. Es geht um die Zukunft einer Kernindustrie in Deutschland. Oft ist zu Recht von einer Neuerfindung des Autos die Rede. Wir gehen noch einen Schritt weiter: Das Auto der Zukunft ist Teil einer neu entstehenden Wertschöpfungskette, die auch neue Chancen für moderne Produkte und Arbeitsplätze in Deutschland eröffnet. Hier muss unsere Industrie alle Möglichkeiten nutzen. Die Bundesregierung hilft ihr dabei. Wir wollen auch in Zukunft Forschung und Entwicklung auf dem Gebiet der Elektromobilität stützen."

Der Bundesminister für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung, Peter Ramsauer: "Wir sind auf einem sehr guten Weg. In der Nationalen Plattform laufen alle Fäden zusammen. Diese konzertierte Aktion zwischen Politik, Industrie, Wissenschaft und Verbraucherverbänden ist international einmalig. Es kommt jetzt entscheidend darauf an, mit neuen Technologien und sparsamen Fahrzeugen die eigene Kompetenz und Wettbewerbsfähigkeit zu sichern und auszubauen. Dafür brauchen wir keine Schnellschüsse, sondern zukunfts- und marktfähige Innovationen. Auf diese Weise können wir Leitmarkt werden und wichtige Arbeitsplätze in Deutschland sichern. Elektromobilität funktioniert nur im Zusammenspiel mit allen Beteiligten. Es reicht nicht aus, nur einen neuen Motor in die Fahrzeuge einzubauen. Wir brauchen neue Mobilitätskonzepte. Das ist kein Kurzstreckenlauf, sondern ein Marathon. Den langen Atem haben wir. Ich bin zuversichtlich, dass wir mit unserer Strategie unsere Ziele erreichen werden und 2020 mindestens eine Million Elektroautos auf deutsche Straßen bringen werden."

Die Nationale Plattform Elektromobilität soll ermitteln, wo die Chancen und Stärken Deutschlands im Bereich der Elektromobilität liegen. Das Gremium wurde am 3. Mai 2010 beim Spitzentreffen von Industrie, Wissenschaft und Verbänden in Anwesenheit der Bundeskanzlerin gegründet. Die Plattform besteht aus sieben Arbeitsgruppen.
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