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08.02.2010 | MARKT
Strenger Winter – den Kommunen geht das Streusalz aus

 
Der ungewöhnlich starke Winter der vergangenen Wochen hat in ganz Deutschland zu einer Knappheit an Streusalz geführt. In einigen Regionen versorgen die wenigen Salzlieferanten derzeit nur noch Autobahnmeistereien und Landesbetriebe. Kommunale Straßendienste berichten unterdessen von Lieferverträgen, die nicht eingehalten werden, oder starken Preisanhebungen.




„Trotz der anhaltenden winterlichen Wetterbedingungen hat der kommunale Straßen- und Winterdienst bisher hervorragende Arbeit geleistet“, so Dr. Rüdiger Siechau, Vorstandsvorsitzender des VKS im VKU. „Dennoch stehen die Kommunen vor Schwierigkeiten, wenn nur noch Autobahnmeistereien und Landesbetriebe mit Salz für den Straßenbetrieb beliefert werden oder die Preise unverhältnismäßig steigen.“

In einer Pressemitteilung des VKS im VKU heißt es dazu, dass die kommunalen Betriebe dort, wo trotz entsprechender Lieferverträge und -pflichten kein Salz mehr angeliefert wurde und abstumpfende Mittel nicht ausreichten, auf Salze der Lebensmittel- oder Futtermittelindustrie zurück griffen. Außerdem reagieren die Kommunen auf die Knappheit mit optimierten Räumtechniken, gezielter Wetterbeobachtung, vorbeugendem Streuen und dem Einsatz sparsamer Feuchtsalztechnologie sowie abstumpfender Streumittel.

„Natürlich habe ich Verständnis dafür, dass der europäische Warenverkehr auf unseren überregionalen Straßennetzen und Fernstraßen aufrecht erhalten bleiben muss“, so Siechau. „Ich kritisiere jedoch, dass einige Salzhändler die Situation ausnutzen und die Preise unverhältnismäßig anheben – das geht letztendlich zu Lasten der Bürger.“

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