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08.02.2010 | ENTSORGUNG
Hohe Sanierungskosten für den Rückbau einer Industriewäscherei in Düren

 
Mitte Januar wurde in Düren-Gürzenich mit dem Rückbau der Betriebsgebäude auf dem Gelände der Industriewäscherei Hünerbein begonnen. Da bei den Eigentümern des Geländes nichts mehr zu holen ist, werden die Kosten für den Rückbau, und vermutlich auch für die Bodensanierung, von den Auftraggebern, dem Altlastensanierungsverband NRW und dem Kreis Düren, übernommen.




Auf dem rund 3800 Quadratmeter großen Altstandort wurde von 1969 bis Anfang 1998 eine Industriewäscherei für Berufskleidung und gewerbsmäßig genutzte Putzlappen betrieben. Das Gelände weist nach jahrelangem unsachgemäßem Umgang mit Betriebsstoffen erhebliche Kontaminationen des Bodens, der Bodenluft und des Grundwassers mit leichtflüchtigen chlorierten Kohlenwasserstoffen (LCKW) auf.

Wie der Altlastensanierungsverband NRW (AAV) und der Kreis Düren gemeinsam mitteilt, muss die Bodenverunreinigung durch weitere Bohrungen eingegrenzt werden, bevor die Sanierung des Standortes erfolgen kann. Dafür müssen zunächst die ehemaligen Betriebsgebäude bis auf die Bodenplatte zurückgebaut werden.

Wie es weiter in der Pressemitteilung heißt, wird der Abriss voraussichtlich Ende Februar abgeschlossen sein. Im Anschluss erfolgen die ergänzenden Bohrungen zur Eingrenzung der Sanierungszonen. Die Sanierung des Standortes, die durch den Austausch des belasteten Bodens erfolgen soll, ist für das Jahr 2011 vorgesehen.

Die Kosten für den Rückbau sowie die ergänzenden Bohrungen betragen rund 275.000 Euro, von denen der AAV 80 und der Kreis Düren laut Pressemitteilung 20 Prozent trägt. Die Kosten für die Bodensanierung werden derzeit auf etwa zwei Millionen Euro geschätzt. Wie Herbert Koßmann von der zuständigen Bodenschutzbehörde im Kreis Düren mitteilt, sind sich der AAV und der Kreis Düren weitgehend darin einig, dass auch diese Kosten im Verhältnis 80:20 aufgeteilt werden. Allerdings wurde hierfür noch kein Vertrag unterzeichnet.

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