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JAHRGANG 2005 
RECYCLING magazin Ausgabe 15/05

 
RECYCLING magazin
AUSGABE 15/05




DIESE AUSGABE IST
LEIDER VERGRIFFEN!
AKTUELL


NE-Metalle 
  • Aluminium feiert Comeback im Flugzeugbau
Stahlschrott 
  • Türkische Nachfrage stützt Stahlschrottmarkt
  • Die sinkende Tendenz bei den Stahlpreisen hielt im Juni weiter an
  • Stahlmarkt: Talfahrt auf breiter Front
E-Schrott 
  • UNO: Weltweite Richtlinie zum Handy-Recycling geplant
  • Teurer Elektronikschrott
  • ZVEI/BITKOM-Konzept anerkannt
Kunststoffe/Papier 
  • Forscher entwickeln künstliche Cellulosomes zum Abbau von Altpapier
  • Ciba: Recycling-Additive für Kunststoffe ermöglichen hochwertige Anwendungen
  • Flaschenverschlüsse aus Kunststoff verdrängen Metallverschlüsse
Wirtschaft/Recht 
  • Container womöglich bald videoüberwacht
  • Ist die europäische Altölrichtlinie überflüssig?
  • Haufe und FirmenWissen bieten gemeinsamen Wissens-Pool
  • VW verlängert Vertragsverhältnis mit CCR
  • Weniger Unternehmensinsolvenzen
Produkte 
  • Neue Besenwagen von Ravo
  • Meiller fühlt sich als Vorreiter in punkto Ladungssicherung
  • Neuer Elektrostapler mit seitlicher Batterie
  • KramerAllrad bietet Radlader für jeden Zweck
  • Kunststoffabfälle zu synthetischen Kraftstoffen wandeln
TITELTHEMA


Batterie-Recycling: Innovative Lösungen im Blickpunkt 
Eine kleine, aber feine Branche der Entsorgungswirtschaft traf sich im Juni in Sitges in der Nähe von Barcelona: Die Batterierecycler. Die Anwesenden werden ihr Kommen nicht bereut haben. Nicht nur, dass der 10. Internationale Kongress für Batterierecycling perfekt organisiert war und in passendem Ambiente stattfand. Der Neuigkeitswert der Veranstaltung war hoch.
Die Neutronenaktivierungsanalyse 
Die Neutronenaktivierungsanalyse ist ein hochempfindliches Verfahren der Analytischen Chemie zur qualitativen und quantitativen Spurenanalyse. Hierbei wird die zu untersuchende Substanzprobe mit Neutronen beschossen, wobei ein bestimmter Teil der beschossenen Atome radioaktive Isotope bildet, deren Radioaktivität gemessen werden kann. Aus dem Produktspektrum kann auf die Art und Menge der in der Analysenprobe ursprünglich vorhandenen Elemente geschlossen werden.
BMZ macht Lithium-Ion-Mangan-Technologie serienreif 
Nach mehrjähriger Forschungs- und Entwicklungsarbeit präsentiert die Batterien-Montage-Zentrum GmbH (BMZ) erstmals Wechsel- Akkupacks mit Lithium-Batterien für bereits im Markt vorhandene, professionelle Akkugeräte und die dazugehörigen neuen Universal- Ladegeräte. Das Arbeiten mit Batteriegeräten soll durch die sensationellen Neuentwicklungen einfacher und kostengünstiger werden.
REPORT


Müllverbrennung: Keine Engpässe bei den MVA 
Seit dem 1. Juni haben Müllverbrennungsanlagen (MVA) Hochkonjunktur, denn unbehandelte Abfälle dürfen nicht mehr deponiert werden. Klagen aus der Entsorgungswirtschaft über Engpässe weist Ferdinand Kleppmann, Vorstand der Interessensgemeinschaft der thermischen Abfallverwerter in Deutschland e. V. (ITAD) zurück.
Abfälle in den Ofen oder doch nur die Verträge? 
Seit dem 1. Juni 2005 dürfen nur noch vorbehandelte Abfälle abgelagert werden. Infolgedessen ist es mancherorts zu Engpässen bei der Entsorgung von Gewerbeabfällen und einem drastischen Anstieg der Behandlungspreise gekommen. Wohl dem, der sich angesichts dieser Situation rechtzeitig und zu guten Konditionen entsprechende Kapazitäten gesichert hat.
Auto-Katalysatoren: Altkat-Markt kämpft mit „Low-Value-Kats“ — Edelmetallgehalt von außen nicht zu erkennen 
In Deutschland sind derzeit viele minderwertige alte Auto-Katalysatoren im Umlauf. Diese sind auf den ersten Blick von hochwertigen Katalysatoren kaum zu unterscheiden. Worauf sollten Altmetallhändler besonders achten? Jüngst zeigt sich in Deutschland und angrenzenden Ländern ein Trend, dass viele minderwertige Altkatalysatoren zirkulieren, denen man nur mit geschultem Auge ihren tatsächlichen Marktwert von unter 5 Euro ansieht. Außen schauen sie aus wie hochwertige Katalysatoren. Ein Blick ins Innere zeigt jedoch, dass sie mit niedrigem Edelmetallgehalt beschichtet sind. Sammler, die das nicht erkennen, bleiben oft als erstes Glied in der Verwertungskette auf den Verlusten sitzen.
Altpapier: Konflikt zwischen Umwelt- und Wettbewerbsrecht? 
In der Schweiz sind Altpapiersammlungen für viele Gemeinden ein Verlustgeschäft. Papierproduzenten, Städte- und Gemeindeverband haben sich deshalb auf Mindestpreise geeinigt, welche die Lage vor allem für Randregionen verbessern würden. Dagegen hat aber die Wettbewerbskommission interveniert. Der Kon flikt wirft grundsätzliche Fragen auf.
NE-Metalle: Steht die NE-Metallindustrie in Deutschland vor dem Aus? 
Den Produzenten von NE-Metallen in Deutschland droht Ungemach, wenn man Vertretern der Branche Glauben schenkt. Bereits jetzt sind Arbeitsplätze verloren gegangen. Repräsentanten der Industrie sehen darin nur den Beginn einer unheilvollen Entwicklung.
Kasachischer Investor soll Mansfelder Kupfer und Messing GmbH retten 
Nicht alle Nachrichten aus der deutsche NE-Metallbranche sind unerfreulich. Die MKM Mansfelder Kupfer und Messing GmbH Hettstedt, deren Existenz noch vor Jahresfrist stark gefährdet war, soll sich laut „Mitteldeutscher Zeitung“ (MZ) auf dem Wege der Gesundung befinden. Der kasachische Investor Kazakhmys Corporation, der das Traditionsunternehmen vor acht Monaten übernahm, habe „viel Geld in die Hand genommen“, um es zu entschulden und seine Rohstoff-Misere zu beenden, sagte Friedrich Flemming, Geschäftsführer des Mansfelder Kupferhalbzeugwerkes, im Gespräch mit der „MZ“.
E-Schrott: „Mittelständische Unternehmen werden sich am Markt behaupten“ 
Der E-Schrott-Entsorgungsmarkt gewinnt an Konturen, viele Unternehmen bieten inzwischen Dienstleistungen an. Netzwerke konkurrieren am Markt um das vorhandene Material. Das fachgerechte Wiederverwerten alter Computer wird beim E-Schrott-Recycling künftig eine wichtige Rolle spielen. RECYCLING magazin sprach mit Dietmar Mormann, Leiter des Recycling- Centers von Fujitsu Siemens Computers in Paderborn über Trends und neue Entwicklungen im PC-Recycling.
MARKT: NE-METALLE


Sommer-Hausse an der LME 
Von einer Sommerpause kann an der Londoner Metallbörse keine Rede sein. Die meisten Notierungen an der LME sind im vorliegenden Berichtszeitraum 7. bis 21. Juli 2005 deutlich angestiegen. Angetrieben vom Rohstoffboom auf den Weltmärkten gewannen auch die NE-Metalle weiter am Bedeutung.
MARKT: ROHSTOFFE


Aluminium: Kampf um bessere Zukunft 
Schade: Die guten Zeiten bei Aluminium sind offenbar erst einmal vorbei – zumindest unter charttechnischen Gesichtspunkten. Eine Analyse des Langfristcharts der Kassa- Notierungen von Aluminium an der London Metal Exchange (LME) bringt dies zu Tage.
Blei: Wann stabilisiert sich die Lage? 
Die Lage war fragil, der Sturz kam nicht unerwartet. Der Langfristchart der Kassa- Kurse von Blei an der LME dokumentiert bittere Kursverluste. Die Rückgänge kamen allerdings nicht aus heiterem Himmel: Ein Warnsignal aus Sicht der Technischen Analyse war, dass die Blei-Notierungen den Aufwärtstrend nach unten durchbrachen. Das Herausbilden eines Keils war ein weiterer Hinweis auf schlechtere Zeiten. Ein Keil deutet darauf hin, dass ein bestehender Trend zu Ende geht. Beide Hinweise erwiesen sich im Fall von Blei als zutreffend. Nach einer kurzfristigen Seitwärtsbewegung gaben die Blei-Kurse deutlich nach.
MARKT: STAHLSCHROTT


Stimmungsaufhellung 
Die Depression dauerte lange. In diesem Jahr hatten Schrotthändler nicht viel zu lachen. Die Preise kannten bislang nur eine Richtung: nach unten. Zumindest präsentierte sich die Lage bis zum Juli so. Dann kam die Kehrtwendung. „Stahlschrotthändler brauchen einen langen Atem und gute Nerven“, erläuterte ein Experte dem RECYCLING magazin mit Schalk in der Stimme. Zweifelsohne: Bei den derzeitigen Preisschwankungen im Markt muss man als Akteur einen kühlen Kopf bewahren. Waren die Preise für Stahlschrott zuletzt im Sinkflug, so stiegen sie im Juli deutlich an. Um 35 bis 40 Euro zahlten die Stahlwerke je Tonne mehr. „Früher war es schon ein Wahnsinn, wenn der Preis um 20 DM zugelegt hat. Und jetzt diese Schwankungen“, zeigte sich ein Schrotthändler beeindruckt von der hohen Volatilität.
MEPS: Bei Langprodukten scheint Talsohle erreicht 
Zum ersten Mal seit mehreren Monaten zogen die Preise für Schrott im Juli wieder leicht an. So stellte die Londoner MEPS International in einigen Schlüsselmärkten wie Westeuropa oder im mittleren Westen der USA je nach Sorte Preissteigerungen zwischen 5 und 10 beziehungsweise 20 USD/t fest. Ob sich dieser Trend fortsetzt, lässt sich laut den Analysten und Beratern der Stahlindustrie derzeit kaum einschätzen, zumal die Wende nicht weltweit kam, sondern vor allem in Fernost noch Schwächetendenzen vorherrschen.
MARKT: DATEN


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